Mittwoch, 19. Februar 2020

Medienbericht Deutschland will 12 Prozent von EADS

Bald ein deutsches Staatsflugzeug? Der Bund will offenbar mit 12 Prozent bei EADS einsteigen

Die Konturen des deutschen Staatseinstiegs beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS werden deutlicher. Laut Medienberichten will die Regierung 12 Prozent an dem Konzern übernehmen. Damit rückt im Gegenzug der Ausstieg des jetzigen EADS-Anteilseigners Daimler aus dem EADS-Konsortium näher.

Düsseldorf - Die Bundesregierung bereitet einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge ihren Einstieg als direkter Anteilseigner beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS vor. Der deutsche Anteil solle künftig bei 12 Prozent liegen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise.

Frankreich hat sich demnach dazu bereiterklärt, seinen Anteil von derzeit 15 auf ebenfalls 12 Prozent zu reduzieren. Damit würde das Gleichgewicht zwischen Deutschland und Frankreich erhalten bleiben.

Spanien solle weiterhin 5,5 Prozent an dem Konzern halten. Bisher halten Deutschland, Frankreich und Spanien - direkt oder indirekt - rund 50 Prozent an EADS Börsen-Chart zeigen. Auf deutscher Seite sind 22,5 Prozent im Besitz des Autoherstellers Daimler Börsen-Chart zeigen und eines Konsortiums aus öffentlichen und privaten Banken. Auf französischer Seite sind es ebenfalls 22,5 Prozent, die dem Staat und dem französischen Lagardère-Konzerns gehören.

Daimler strebt seit längerem einen Verkauf von Anteilen an. Die Bundesregierung hatte sich zwar immer wieder für einen Verkauf an einen privaten Investor ausgesprochen, dies scheiterte jedoch. Der Lagardère-Konzern will sich aller Voraussicht nach im kommenden Jahr aus EADS zurückziehen.

nis/afp

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