Zellforschung Chemie-Nobelpreis geht an US-Forscher

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an Robert Lefkowitz und Brian Kobilka aus den USA. Sie erhalten den Preis für die Entdeckung von Strukturen in der Zellwand, die wichtige Signale von außen in die Zelle leiten.
Ehrenvolle Auszeichnung: Die Forscher Robert Lefkowitz (l.)and Brian Kobilka erhalten den Nobelpreis für Chemie

Ehrenvolle Auszeichnung: Die Forscher Robert Lefkowitz (l.)and Brian Kobilka erhalten den Nobelpreis für Chemie

Foto: AFP

Stockholm - Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an die Amerikaner Robert Lefkowitz und Brian Kobilka. Das gab die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm bekannt. Die beiden US-Forscher werden für ihre Arbeit mit Zellrezeptoren ausgezeichnet.

Sie erhielten die Auszeichnung für ihre bahnbrechende Arbeit zu sogenannten G-Protein-gekoppelten Rezeptoren, die für die Verarbeitung von verschiedenen Umweltreizen verantwortlich sind. Diese Rezeptoren erlaubten es den Zellen, sich "an neue Situationen anzupassen".

Kobilka lehrt an der Stanford University, Lefkowitz an der Duke University. Der Nobelpreis ist mit acht Millionen schwedischen Kronen (fast 930.000 Euro) dotiert. Die Auszeichnungen werden am 10. Dezember übergeben, dem Todestag von Alfred Nobel, dem Namensgeber des Preises.

Im vergangenen Jahr konnte sich der israelische Forscher Dan Shechtman mit seiner Entdeckung der sogenannten Quasikristalle den Preis sichern. Am Donnerstag folgt die Bekanntgabe des Nobelpreises für Literatur und am Freitag der Friedensnobelpreis. Die Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften wird am 15. Oktober bekannt gegeben.

kst/afp/rtr/dpa