Montag, 19. August 2019

USA Schwerste Dürre seit 25 Jahren

Maisfeld: In vielen Gebieten der USA hat es seit acht Wochen nicht mehr richtig geregnet

Während sich hierzulande die Menschen ein bisschen weniger Regen wünschen, ist es in den USA genau umgekehrt: Dort herrscht die schwerste Dürre seit 25 Jahren. Die Regierung fürchtet hohe Ernteausfälle, der Preis für Soja stieg inzwischen auf ein Rekordhoch.

Washington - Die USA werden derzeit von der schwersten Dürre seit 25 Jahren heimgesucht. Fast zwei Drittel des Landes sind nach offiziellen Angaben betroffen. In vielen Gebieten hat es seit acht Wochen nicht mehr richtig geregnet.

Die Trockenheit wird durch die seit Wochen anhaltende Hitzewelle verstärkt. Die Regierung fürchtet schwere Ausfälle bei den Ernten. Am schlimmsten sei die Lage im Corn Belt im Mittleren Westen, wo der meiste Mais in den USA angebaut wird.

Landwirtschaftsminister Tom Vilsack rief bereits in rund 1300 Landkreisen in 29 Bundesstaaten den Notstand aus. Am Mittwoch sprach er im Weißen Haus mit Präsident Barack Obama über die Lage. Dabei ging es vor allem auch darum, wie in Not geratenen Farmern geholfen werden kann.

Es handele sich um "eine sehr schwere Dürre", sagte Vilsack nach dem Treffen mit Obama. Die Lage sei derart ernst wie vermutlich seit 25 Jahren nicht mehr. "Wenn ich ein Regentanz oder ein Regengebet kennen würde - ich würde das anwenden."

Mehr als ein Drittel der Maisernte betroffen

Seit 1956 sei nicht mehr eine derart große Fläche von anhaltender Trockenheit betroffen worden, heißt es. Darunter sei der Corn Belt mit den Bundesstaaten Illinois, Indiana, Iowa, Nebraska und Minnesota. Aber auch Staaten wie Arkansas, Mississippi, Utah und Wyoming haben zu leiden.

Bereits jetzt stehe fest, dass 38 Prozent der Maisernte schlecht bis sehr schlecht ausfällt, sagte Vilsack. Bei Sojabohnen seien es 30 Prozent. Besonders hart treffe es auch die Viehzüchter.

Die anhaltende Dürre hat den Preis für Sojabohnen inzwischen auf ein Rekordhoch getrieben. Der Preis für den August-Kontrakt markierte ein Rekordhoch bei 16,92 Dollar je Scheffel. Der Preis für Weizen zur Lieferung im September bewegte sich mit 9,05 Dollar je Scheffel nur knapp unter seinem am Mittwoch erreichten Vier-Jahres-Hoch.

mg/dpa/rtr

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