Jahrestief Italiens Anleihenverkäufe drücken Euro

Ialien gerät an der Börse stärker unter Druck. Die Versteigerung neuer italienischer Staatsanleihen mit fünf- und zehnjähriger Laufzeit brachte dem Land nicht so viel Geld ein, wie angestrebt worden war. Die Zinsen zogen spürbar an, der Euro-Kurs knickte ein.
Palazzo Mezzanotte: Teure Geldbeschaffung für Italien an der Börse in Mailand

Palazzo Mezzanotte: Teure Geldbeschaffung für Italien an der Börse in Mailand

Foto: Vittorio Zunino Celotto/ Getty Images

Rom - Das Euro-Schwergewicht Italien hat am Mittwoch einen enttäuschenden Auftritt auf dem Anleihemarkt abgegeben Statt wie geplant insgesamt bis zu 6,25 Milliarden Euro gelang es der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone lediglich, 5,732 Milliarden Euro bei Investoren einzusammeln. Eine Anleihe mit richtungweisender Laufzeit von zehn Jahren spülte 2,341 Milliarden Euro in die Staatskasse, wie aus Angaben der italienischen Schuldenagentur hervorgeht. Im Vergleich zur letzten Auktion im April legten die Zinsen, die Italien bieten musste, von 5,84 auf 6,03 Prozent zu.

Weitere 3,391 Milliarden Euro sammelte Italien mit einem Papier mit fünfjähriger Laufzeit ein. Auch hier zogen die Zinsen weiter an und kletterten im Vergleich zur vorangegangenen Versteigerung im Vormonat von 4,86 auf 5,66 Prozent. Zudem ging die Nachfrage zurück.

Am Sekundärmarkt, wo die umlaufenden Anleihen gehandelt werden, stieg die Rendite der zehnjährigen italienischen Papiere im Anschluss an die Auktion über die kritische Marke von sechs Prozent. Der Euro fiel auf ein Tagestief bei 1,2432 US-Dollar. Das ist zudem der tiefste Stand seit fast zwei Jahren.

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