Syrien China und Russland blockieren Militärschlag

Kaum denkt Frankreichs Präsident François Hollande laut über einen Militärschlag gegen Syrien nach, da melden sich Moskau und Peking mit einem recht deutlichen "Nein". Die Zeit sei noch nicht reif.
UN-Beobachter macht sich ein Bild in Homs: Das Massaker hat eine diplomatische Kontroverse über einen Militärschlag gegen Syrien ausgelöst

UN-Beobachter macht sich ein Bild in Homs: Das Massaker hat eine diplomatische Kontroverse über einen Militärschlag gegen Syrien ausgelöst

Foto: AFP/ Shaam News Network

Moskau/Peking - Russland und China haben ihr Nein zu einer militärischen Intervention in Syrien bekräftigt. Sein Land lehne die gewaltsame Absetzung ausländischer Regierungen ab, erklärte ein Sprecher des chinesischen Außenamtes am Mittwoch. Der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow sagte laut Nachrichtenagentur Interfax, zum jetzigen Zeitpunkt seien Überlegungen über ein Eingreifen der UN verfrüht.

Die beiden Mächte reagierten damit auf Äußerungen des französischen Präsidenten François Hollande, der eine vom Sicherheitsrat gedeckte Intervention in dem Nahost-Land nicht ausgeschlossen hatte. China, Russland und Frankreich haben als ständige Mitglieder des Sicherheitsrats ein Vetorecht, mit dem sie Beschlüsse verhindern können.

In Syrien ist seit über einem Jahr eine Erhebung gegen Präsident Baschar al-Assad im Gange, bei der nach Schätzungen der UN mehr als 10.000 Menschen getötet wurde. Bei einem Massaker im syrischen Hula wurden am Freitag mehr als 100 Zivilisten getötet. Die Gewalttat hatte weltweit für Empörung gesorgt. Mehrere Staaten, darunter Deutschland, wiesen deshalb die Botschafter Syriens aus.

nis/rtr
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