Freitag, 6. Dezember 2019

Euro-Länder Arbeitslosenquote erreicht Negativrekord

Arbeitslose vor einem Jobcenter: 24,1 Prozent der Spanier haben keinen Job

Während in Deutschland die Arbeitslosenquote immer weiter sinkt, steigt sie in der Euro-Zone auf einen neuen Rekordstand: Im März waren insgesamt 17 Millionen Menschen in den Euro-Ländern arbeitslos. Am schlimmsten ist die Situation in Spanien.

Luxemburg - Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in den 17 Euro-Ländern stieg im März von 10,8 Prozent im Vormonat auf 10,9 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Einführung des Euros. Für die gesamte EU lag die Quote im März wie bereits im Februar bei 10,2 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 9,9 Prozent.

Eurostat schätzt, dass im März 2012 in der EU insgesamt 24,8 Millionen Männer und Frauen arbeitslos waren, davon 17,4 Millionen im Euro-Raum. Gegenüber Februar ist die Zahl der Arbeitslosen demnach in der EU um 193.000 und in der Euro-Zone um 169.000 Menschen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl in der Euro-Zone sogar um rund 1,73 Millionen.

Die meisten Arbeitslosen gibt es in den Krisenländern Spanien mit 24,1 Prozent und Griechenland, wo die griechischen Behörden die Quote für Januar mit 21,7 Prozent angeben. Für Deutschland hat die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch eine Arbeitslosenquote in Höhe von 7 Prozent mitgeteilt. Die Eurostat berechnet die Quote allerdings anders und meldet eine Quote von 5,6 Prozent. Damit gehört Deutschland zusammen mit den Niederlanden und Luxemburg zu den Ländern mit der niedrigsten Quote.

mg/afp

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