US-Aufschwung Wieder mehr als 200.000 neue Jobs

Höchster Beschäftigungszuwachs seit 2006: Weil Amerikas Firmen im Februar wieder deutlich mehr als 200.000 neue Jobs angeboten haben, ist die Beschäftigtenzahl im vergangene halben Jahr so stark wie seit Jahren nicht mehr in den USA gestiegen. Das dürfte auch die US-Konjunktur stützen.
Bessere Chancen: US-Arbeitslosenquote zwar konstant, aber zuletzt beständig viele neue Jobs

Bessere Chancen: US-Arbeitslosenquote zwar konstant, aber zuletzt beständig viele neue Jobs

Foto: AFP

Washington - Die Beschäftigtenzahl ist im Februar deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Monatsvergleich habe die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 227.000 Stellen zugelegt. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 210.000 Stellen gerechnet. Der Beschäftigungszuwachs in den vergangenen sechs Monaten war der höchste seit dem Jahr 2006. Zudem wurde das Plus im Vormonat um 41.000 nach oben revidiert. Anstatt eines Stellenzuwachses um 243.000 Jobs ergibt sich nun ein Anstieg um 284.000.

Die Arbeitslosenquote im Februar ist hingegen unverändert geblieben und hat bei 8,3 Prozent verharrt. Ökonomen hatten dies erwartet. Die Arbeitslosenquote sinke trotz der steigenden Beschäftigtenzahl nicht, da immer mehr Arbeitslose sich arbeitsuchend meldeten, sagte Bernd Weidensteiner, USA-Experte bei der Commerzbank . Dies sei ein Zeichen für die wachsende Zuversicht bei den Arbeitslosen.

Die durchschnittlichen Stundenlöhne sind im Februar hingegen weniger als erwartet gestiegen. Im Monatsvergleich seien sie um 0,1 Prozent geklettert. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Im Januar waren die Stundenlöhne nach leichter Abwärtsrevision ebenfalls um 0,1 Prozent gestiegen (zunächst 0,2 Prozent). Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit verharrte im Februar bei 34,5 Stunden. "Die Lohnentwicklung ist noch immer moderat und spricht gegen zunehmenden Inflationsdruck", schreibt die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in einem Kommentar. Allerdings dämpfe dies auch die Entwicklung der Realeinkommen.

"Die verfügbaren Einkommen dürften durch die neu geschaffenen Stellen steigen, auch wenn die Lohnzuwächse noch bescheiden sind", erwartet Commerzbank-Experte Weidensteiner. Dies dürfe auch die US-Konjunktur stützen. Das weltwirtschaftliche Umfeld habe sich angesichts der Entspannung der Schuldenkrise in der Eurozone verbessert. Ein Risiko bleibe jedoch der steigende Ölpreis, sagte der Ökonom. Die Wahrscheinlichkeit, sei gesunken, dass die US-Notenbank ein neues Anleihekaufprogramm (QE3) auflegt.

Die Aktienmärkte reagierten mit leichten Kursgewinnen auf die Daten. Der Euro-Kurs Euro  geriet zum US-Dollar hingegen deutlich unter Druck und fiel auf 1,3124 Dollar, nachdem er zuvor noch über der Marke von 1,32 Dollar notiert hatte.

kst/dpa/rtr
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