Gefälschte Staatsanleihen Italienische Ermittler vereiteln Billionenbetrug

Es ist ein Verbrechen, dass an Dreistigkeit kaum zu überbieten scheint. In der Schweiz haben Ermittler gefälschte US-Staatsanleihen im Nennwert von sechs Billionen Dollar konfisziert.  Sie sollten offenbar an ein Entwicklungsland verkauft werden.
Staatsanleihen: Schon in der Vergangenheit waren die Papiere im Visier von Fälschern

Staatsanleihen: Schon in der Vergangenheit waren die Papiere im Visier von Fälschern

Foto: Chris O'Meara/ AP

Mailand - Schweizer Behörden haben auf Ersuchen der italienischen Staatsanwaltschaft gefälschte US-Anleihen im Wert von sechs Billionen Dollar (4,6 Billionen Euro) konfisziert. Zudem wurden in Italien acht Personen aufgrund von Ermittlungen wegen Betrugs und anderen Vergehen festgenommen, teilten die Behörden am Freitag mit.

Die Anleihen mit dem falschen Ausgabedatum 1934 wurden 2007 von Hongkong nach Zürich gebracht, berichtete die Staatsanwaltschaft im süditalienischen Potenza. Den Behörden zufolge haben US-Vertreter bestätigt, dass es sich bei den Anleihen um Fälschungen handelt. Die Tatverdächtigen sollen versucht haben, die unechten Bonds an ein Entwicklungsland zu verkaufen, hieß es weiter. Allerdings wurde der Betrug nicht vollendet.

nis/dpad/rtr