IWF-Milliarden für Euro-Land Moskau signalisiert Zahlungsbereitschaft

Während sich US-Notenbankchef Ben Bernanke noch ziert, dem IWF zur Rettung Europas mehr Geld zur Verfügung zu stellen, springt Russland bereits in die Bresche. Rund zehn Milliarden Dollar will das Land an die internationale Gemeinschaft überweisen.
IWF-Tagung in Washington: Der Rettungsschirm für Europa soll mithilfe des IWF ausgeweitet werden

IWF-Tagung in Washington: Der Rettungsschirm für Europa soll mithilfe des IWF ausgeweitet werden

Foto: dapd

Brüssel - "Wir sind bereit, unseren Anteil über den Internationalen Währungsfonds (IWF) zu erfüllen", sagte ein Berater von Russlands Präsident Dmitri Medwedew vor Beginn des EU-Russland-Gipfels. "Zehn Milliarden Dollar sind der Mindestbeitrag." Bereits im Oktober hatte sich der oberste Wirtschaftsberater der Regierung in Moskau grundsätzlich offen für Hilfen über den IWF gezeigt.

Weil sich die Schuldenkrise zuletzt auch auf große Euro-Länder wie Italien ausgeweitet hat, wurde beim jüngsten EU-Gipfel in Brüssel eine Aufstockung der IWF-Gelder mit Hilfe der Notenbanken um bis zu 200 Milliarden Euro verabredet, um den Schutzschirm über der Euro-Zone zu stärken. Der IWF ist an den bisherigen Hilfen für Portugal, Irland und Griechenland zu einem Drittel beteiligt.

US-Notenbankchef Ben Bernanke hat Hoffnungen auf eine Unterstützung des IWF bereits gedämpft. Die deutsche Bundesbank ist dagegen grundsätzlich bereit, bis zu 45 Milliarden Euro an den IWF zu überweisen. Allerdings hat Bundesbank-Präsident Jens Weidmann Bedingungen dafür gestellt.

mg/rtr
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