Nach den Wahlen in Russland Putin gibt den USA Schuld an Protesten

Verbaler Angriff aus Russland: Regierungschef Putin hat die USA für die Demonstrationen gegen die Parlamentswahlen vom vergangenen Sonntag mitverantwortlich gemacht. Zugleich warnt er das eigene Volk erneut vor "Gesetzesverstößen".
Russlands Regierungschef Putin: Deutliche Worte an US-Außenministerin Clinton

Russlands Regierungschef Putin: Deutliche Worte an US-Außenministerin Clinton

Foto: Alexander Zemlianichenko/ AP

Moskau - US-Außenministerin Hillary Clinton habe mit ihrer Kritik an der Wahl das "Startsignal" für die Proteste gegeben, sagte Russlands Regierungschef Wladimir Putin. Die Demonstranten hätten zudem die "Unterstützung" des US-Außenministeriums.

Putin warnte erneut, die Sicherheitskräfte würden mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln einschreiten, sollten Demonstranten gegen das Gesetz verstoßen. Zugleich rief er zu einem Dialog zwischen Demonstranten und den Behörden auf. Wer sich an das Gesetz halte, solle seine Meinung frei äußern dürfen. "Niemand will das Chaos", sagte Putin. Es waren die ersten Äußerungen Putins zu den Demonstrationen gegen Unregelmäßigkeiten bei der Parlamentswahl am Sonntag.

Putins Partei Einiges Russland hatte die Wahl zur Duma zwar für sich entschieden, ihre Zwei-Drittel-Mehrheit aber verloren. Zahlreiche Beobachter und die Opposition erhoben Vorwürfe, dass die Wahl manipuliert worden sei. In den vergangenen Tagen kam es in einigen Städten zu Demonstrationen gegen die Regierung. Seit Beginn der Proteste hat die Polizei mehr als 1000 Menschen festgenommen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat die Duma-Wahl als weder frei noch fair bezeichnet.

mg/afp/rtr
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