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Athen: Müll auf der Straße, Wut bei den Bürgern

Foto: JOHN KOLESIDIS/ REUTERS

Streik der Kommunalangestellten Athen versinkt im Müll

Athen stinkt: An fast jeder Ecke der griechischen Hauptstadt liegen Berge von Müll. Angestellte der Kommunen setzen ihren seit einer Woche andauernden Streik fort. Gesundheitsbehörde und Bevölkerung sind empört. Darüber hinaus legte ein erneuter Streik den öffentlichen Verkehr lahm.

Athen - Nach mehr als einer Woche Streik bei der Müllabfuhr in Athen ist die griechische Gesundheitsbehörde alarmiert. Die Müllberge seien "eine die Gesundheit gefährdende Bombe", teilte die Gesundheitsbehörde mit. Es müssten sofort Maßnahmen getroffen werden. Die Regierung schloss nicht aus, die Beschäftigten bei der Müllabfuhr zum Dienst zu verpflichten. Auf den Straßen Athens und in Vorstädten liegen nach Schätzungen der Kommunen mehr als 7000 Tonnen Müll. Die Bevölkerung ist empört.

Zudem traten die Bus- Straßenbahn- und U-Bahn Fahrer in einen 48-stündigen Streik. Tausende Menschen kamen zu spät zur Arbeit. Am Freitag wollten auch die Taxifahrer streiken. Gewerkschaftsmitglieder der Elektrizitätsgesellschaft (DEI) blockierten den Eingang der Filiale der Gesellschaft, die die Rechnungen ausgibt. Damit wollen sie nach eigenen Angaben verhindern, dass die Regierung eine neue Sonderimmobiliensteuer kassiert. Diese soll mit den Rechnungen der DEI kommen.

Angestellte des Kulturministeriums blockierten den Eingang der Akropolis und erlaubten Touristen und Besuchern den Zutritt zum Wahrzeichen Athens nicht. Die Akropolis soll nach Angaben der Gewerkschaft der Archäologen und Museumswärter am Freitag wieder öffnen. Auch alle Museen des Landes bleiben am heutigen Donnerstag den zweiten Tag in Folge geschlossen.

Im Flugverkehr kam es erneut zu Verspätungen. Die Fluglotsen arbeiten seit mehr als einer Woche nach dem Motto Dienst nach Vorschrift. Vor allem bei Inlandsflügen gibt es Verspätungen. Am Montag wollen die Seeleute für mindestens 72 Stunden streiken. Es wird damit gerechnet, dass der Fährverkehr zusammenbrechen wird. Auch die Steuerbeamten und die Zöllner wollen nächste Woche für vier Tage streiken. Für den 19. Oktober sind massive Streiks im Land und in den verschiedensten Branchen geplant.

sk/dpa
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