Liberia/Jemen Friedensnobelpreis geht an Frauenrechtlerinnen

Drei Frauenrechtlerinnen aus Liberia und dem Jemen erhalten den Friedensnobelpreis 2011. Die als mögliche Preisträger gehandelten Vorkämpfer des arabischen Frühlings und Altkanzler Helmut Kohl gingen leer aus.
Ellen Johnson-Sirleaf: Die Präsidentin von Libera ist 2011 eine von drei Friedensnobelpreis-Trägerinnen

Ellen Johnson-Sirleaf: Die Präsidentin von Libera ist 2011 eine von drei Friedensnobelpreis-Trägerinnen

Foto: DPA

Oslo - Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an drei Vorkämpferinnen für Frauenrechte. Die Liberianerinnen Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee sowie die Jemenitin Tawakkul Karman erhielten die Auszeichnung zu gleichen Teilen für ihren Einsatz für die Stärkung der Rollen der Frauen. Johnson-Sirleaf ist die erste gewählte Präsidentin eines afrikanischen Staates und stellt sich kommende Woche der Wiederwahl.

Im vergangenen Jahr hatte der inhaftierte chinesische Dissident Lu Xiaobo den mit rund 1,1 Millionen Euro dotierten Preis erhalten. Preisträger vor ihm war US-Präsident Barack Obama.

Als Favoriten für die Auszeichnung hatten die Vorkämpfer des arabischen Frühlings gegolten, unter ihnen die ägyptischen Internetaktivistinnen Asmaa Mahfus und Israa Abdel Fatah von der Bewegung 6. April sowie die tunesische Bloggerin Lina Ben Mhenni. Auch über eine Ehrung der afghanischen Frauenrechtlerin Sima Samar oder des internationalen Kriegsverbrechertribunals in Den Haag war spekuliert worden.

Zu den Anwärtern auf den prestigeträchtigen Preis wurde auch Altkanzler Helmut Kohl gezählt, der wegen seiner Verdienste um die deutsche Einheit schon in den vergangenen Jahren mehrfach als Favorit galt.

ms/rtr
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