Sondersteuer US-Millionäre sollen Jobprogramm finanzieren

Es ist ein Symbol: Weil US-Präsident Obama für sein Jobprogramm viel Geld braucht, sollen Amerikas Millionäre zur Kasse gebeten werden. Deshalb fordern die US-Demokraten eine Sondersteuer für alle, die mehr als eine Million Dollar im Jahr verdienen. Nur 0,17 Prozent der Amerikaner wären betroffen.
US-Politiker Harry Reid: Höhere Steuern für Millionäre gefordert

US-Politiker Harry Reid: Höhere Steuern für Millionäre gefordert

Foto: REUTERS

Washington - US-Millionäre sollen nach dem Willen der Demokraten mit einer Sonder-Steuer für das milliardenschwere Job-Programm von Präsident Barack Obama zahlen. Die fünfprozentige Sonderabgabe soll bei allen Einkommen über einer Million Dollar greifen, darunter Kapitalerträge und Dividenden. Kürzlich hatte sich bereits US-Multimilliardär Warren Buffett für eine Reichensteuer eingesetzt.

Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, kündigte am Mittwoch in Washington an, innerhalb der kommenden Tage über den Vorschlag abstimmen zu lassen. Rund 240.000 Amerikaner oder 0,17 Prozent aller Steuerzahler verdienen mehr als eine Million Dollar im Jahr.

Allerdings haben die Republikaner bereits Widerstand angekündigt. John Boehner, Chef des Repräsentantenhauses, sprach sich über einen Sprecher bereits gegen "verzweifelte Steuererhöhungstricks" aus. Es wird erwartet, dass die Republikaner bereits im Senat genügend Stimmen zum Stopp des Vorhabens zusammenbekommen und es dadurch im von der Oppositionspartei dominierten Repräsentantenhaus erst gar nicht zur Abstimmung gestellt wird.

Obama will den brachliegenden Arbeitsmarkt mit einem 447 Milliarden schweren Programm ankurbeln und im Vorfeld der Präsidentenwahl im kommenden Jahr auf dem wohl entscheidenden Feld punkten. Die Demokraten im Kongress unterstützen die Pläne. Allerdings gibt es auch demokratischen Lager Widerstand, Konzerne oder Reiche dafür zahlen zu lassen.

kst/rtr
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.