Schuldenkrise G20-Minister stärken Banken den Rücken

Die Finanzminister haben den Banken in der Euro-Schuldenkrise Unterstützung zugesagt. Es würde "notwendigen Schritte unternommen, um die Stabilität des Bankensystems zu gewährleisten", hieß es in einer Erklärung nach einem Treffen in Washington. Dem Euro-Kurs verhalf das zu Gewinnen.
Treffpunkt Washington: Die führenden Länder der Welt bekunden Solidarität mit den taumelnden Banken

Treffpunkt Washington: Die führenden Länder der Welt bekunden Solidarität mit den taumelnden Banken

Foto: SAUL LOEB/ AFP

Washington - Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen verhindern, dass die Schuldenkrise in der Euro-Zone weltweit die Finanzmärkte und Banken schwächt. "Wir verpflichten uns, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Stabilität des Bankensystems und der Finanzmärkte wie erforderlich zu gewährleisten", hieß es in einem am Donnerstagabend veröffentlichten G20-Kommuniqué.

Die Zentralbanken seien bereit, die Finanzinstitute mit der nötigen Liquidität zu versorgen. Auch Frankreichs Finanzminister François Baroin versprach, die Gruppe der G20 werde sicherstellen, dass die Banken über genügend Kapital verfügten. Details über neue Maßnahmen, mit denen das Vertrauen in die Weltwirtschaft wiedergewonnen werden könnte, wurden nach dem gemeinsamen Abendessen der Finanzminister und Notenbankchefs in Washington nicht veröffentlicht.

Ebenfalls in Washington gingen die wichtigsten Schwellenländer in die Offensive, als sie von der EU und den USA ein stärkeres Vorgehen gegen deren wirtschaftliche Probleme forderten.

Etliche europäische Banken haben wegen der Schuldenkrise drastische Kursverluste hinnehmen müssen. Am Donnerstag schlossen die Börsen weltweit im Minus, nicht nur wegen der Schuldenkrise in der EU, sondern auch wegen der Gefahr einer neuen US-Rezession und schwächerer Wirtschaftsdaten aus China.

In Washington versicherte Finanzminister Baroin, die Mitglieder der Euro-Zone seien übereingekommen, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Flexibilität des Euro-Rettungsschirms EFSF zu vergrößern. Details nannte er zwar nicht. Doch dem Euro , der gegenüber dem Yen auf ein Zehn-Jahres-Tief gerutscht war, half die Erklärung: Die Gemeinschaftswährung notierte im fernöstlichen Devisenhandel fester.

Die Finanzminister und Notenbankchefs der G20, deren Vorsitz derzeit Frankreich hat, berieten vor der Halbjahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank über die Schuldenkrise in Europa. Das Treffen von IWF und Weltbank beginnt offiziell an diesem Freitag.

cr/rtr

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