Prognose gesenkt Italien erwartet Wachstumsflaute

Italien sorgt seit Wochen wegen seiner Staatsschulden für Unruhe auf den Finanzmärkten. Doch auch die Realwirtschaft des Landes schwächelt. Das Kabinett senkte jetzt die Wachstumsprognose für dieses und die kommenden beiden Jahre. 
Stockender Verkehr in Rom: Die Wirtschaft in Italien ist aus dem Tritt gekommen

Stockender Verkehr in Rom: Die Wirtschaft in Italien ist aus dem Tritt gekommen

Foto: Mario De Renzis/ picture alliance / dpa

Rom - Die italienische Regierung hat am Donnerstag ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum der kommenden Jahre gesenkt. Für das laufende Jahr werde nun ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,7 Prozent statt wie bislang 1,1 Prozent erwartet, hieß es in einem Dokument, das vom Kabinett verabschiedet wurde. Für das kommende Jahr rechne die Regierung nun mit einem Zuwachs von 0,6 Prozent statt 1,3 Prozent und 2013 0,9 Prozent statt 1,5 Prozent.

Das Haushaltsdefizit dürfte 2011 demnach 3,9 Prozent des BIP betragen und 2012 1,6 Prozent ehe der Etat dann 2013 mit einem Defizit von 0,1 Prozent nahezu ausgeglichen sein soll. Im Kampf gegen die Schuldenkrise hatte die Regierung in Rom kürzlich ein rund 60 Milliarden Euro  schweres Sparpaket geschnürt.

cr/rtr
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