Libyen Rebellen entdecken Milliardenschatz

Die libysche Übergangsregierung hat laut einem Zeitungsbericht überraschend Milliarden libyscher Dinare aus dem Besitz des Regimes von Muammar al-Gaddafi in der Zentralbank gefunden. Das Geld soll jetzt in den Wiederaufbau des Landes fließen.
Milliarden gehortet: Die libyschen Rebellen haben in der Zentralbank viel Geld gefunden

Milliarden gehortet: Die libyschen Rebellen haben in der Zentralbank viel Geld gefunden

Foto: epa Sabri Elmhedwi/ dpa

London - Es handele sich um umgerechnet 23 Milliarden US-Dollar (16,9 Milliarden Euro), berichtete die "Financial Times" am Donnerstag. Mit dem Geld könne das Land rund sechs Monate lang finanziert werden, zitierte die Zeitung den Finanzbeauftragten des Übergangsrates, Wafik Schater. Einem nicht namentlich genannten höheren britischen Beamten zufolge war das Geld in Kisten in der Zentralbank Libyens entdeckt worden.

Die Milliarden könnten für den Wiederaufbau des Landes, das Wiederbeleben der Ölindustrie und Soziale Dienste ausgegeben werden, sagte Schater. Das Bargeld sowie die im Ausland eingefrorenen Gelder gäben "Zuversicht, dass das Land für die vorhersehbare Zukunft finanziell gut ausgestattet" sei. Derzeit sind unter den - dem Gaddafi-Regime auferlegten - Sanktionen noch schätzungsweise 160 Milliarden US-Dollar im Ausland festgesetzt.

Der Fund werfe auch ein Licht auf die Geheimnistuerei Gaddafis, sagten Vertreter der Übergangsregierung der "FT". Er habe einen Großteil des Reichtums des Landes aus den Büchern herausgehalten.

cr/dpa
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