Japan Generation 100 plus erreicht Rekordstand

Für den Einzelnen schön, für die Volkswirtschaft schlecht: Die Zahl der Angehörigen der Generation 100 plus hat in Japan einen neuen Höchststand erreicht. Durch die starke Überalterung der Gesellschaft müssen immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner versorgen.
Menschenmenge in Tokio: Japan kämpft mit einer starken Überalterung der Gesellschaft

Menschenmenge in Tokio: Japan kämpft mit einer starken Überalterung der Gesellschaft

Foto: dpa

Tokio - Mittlerweile leben 47.700 Menschen in Japan, die 100 Jahre oder älter sind, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das sind gut 3300 mehr als im Vorjahr, 87 Prozent von ihnen sind Frauen. Damit sind pro 100.000 Einwohner 37 Menschen 100 Jahre oder älter.

Zu Japans Super-Alten gehört der 114-jährige Jirouemon Kimura, der im Guinness-Buch der Rekorde als ältester Mann der Welt geführt wird. Japans älteste Frau ist ebenfalls 114 Jahre alt.

Ein Vertreter des Gesundheitsministeriums erklärte, die Statistik sei in diesem Jahr mit besonderer Sorgfalt erstellt worden. Vergangenes Jahr war aufgedeckt worden, dass die Zahl der Menschen ab 100 Jahren fälschlicherweise zu hoch angesetzt worden war, weil Verwandte alter Menschen deren Tod den Behörden verheimlicht hatten, um weiter ihre Renten einzustreichen. Möglicherweise enthalte die aktuelle Aufstellung allerdings alte Menschen, die bei der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe am 11. März umgekommen seien, räumte der Ministeriumsvertreter ein.

Japan hat mit einer starken Überalterung der Gesellschaft zu kämpfen. Fast ein Viertel der 128 Millionen Einwohner sind den neuen Zahlen zufolge 65 Jahre alt oder älter. Das ist einer der höchsten Seniorenanteile der Welt. Gleichzeitig zählt die Geburtenrate in Japan zu den niedrigsten weltweit.

mg/afp
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