Starker Franken Schweizer Firma will Löhne an Euro binden

Mitarbeiter des Schweizer Luxusgüterherstellers Sycrilor haben vorübergehend ihre Arbeit niedergelegt. Der Grund: Sie sollen künftig ihre Löhne auf Basis eines festen Euro-Kurses bekommen. Durch den starken Schweizer Franken hätten sie Einbußen von bis zu 30 Prozent.
Währungsverlierer: Mitarbeiter der Schweizer Firma Sycrilor fürchten kräftige Einbußen durch eine Kopplung ihrer Löhne an den Euro

Währungsverlierer: Mitarbeiter der Schweizer Firma Sycrilor fürchten kräftige Einbußen durch eine Kopplung ihrer Löhne an den Euro

Foto: Martin Ruetschi/ dpa

Genf - Mit einem Warnstreik haben Beschäftigte des Schweizer Uhren- und Luxusgüterherstellers Sycrilor gegen die Kopplung ihrer Löhne an den Euro protestiert. 80 Mitarbeiter von Sycrilor in Noirmont nahe an der Grenze zu Frankreich - die meisten von ihnen Grenzgänger - legten am Dienstag für eine Stunde ihre Arbeit nieder, wie die Schweizer Nachrichtenagentur SDA berichtete.

Sie waren Ende Juli informiert worden, dass sie künftig ihre Löhne auf Basis eines festen Euro-Kurses ausbezahlt bekommen - wegen des zurzeit starken Schweizer Franken entspricht dies laut der Gewerkschaft Unia einer Lohnsenkung von bis zu 30 Prozent.

Sycrilor-Geschäftsführer Marc Epstein erklärte sich laut SDA zu Verhandlungen mit der Gewerkschaft bereit. Sein Unternehmen, spezialisiert auf die Behandlung von Metallen für Präzisionsteile, leidet laut Bericht wie andere exportorientierte Unternehmen auch unter der Stärke des Franken. Durch den gestiegenen Kurs sind die Produkte auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig.

sk/afp
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