Schuldenkrise Griechen sind trotzdem glücklich

Geld allein macht nicht glücklich: Das bestätigt zumindest eine Studie, für die 80 Prozent der Griechen angaben, eine positive Lebenseinstellung zu haben. Damit rangieren sie kurz vor den ebenfalls krisengeplagten Italienern auf Platz zwei. Deutsche zeigten sich pessimistisch und landeten auf dem drittletzten Platz. 
Lassen sich die Stimmung nicht vermiesen: Die Griechen haben trotz allem ihren Spaß

Lassen sich die Stimmung nicht vermiesen: Die Griechen haben trotz allem ihren Spaß

Foto: Corbis

Hamburg - Trotz Schuldenkrise und unsicherer Finanzmärkte sind mehr als zwei Drittel aller Europäer glücklich mit ihrem Leben. Das geht aus einer aktuellen Studie der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen hervor. Demnach steht Dänemark in Sachen positiver Lebenseinstellung unangefochten an der Spitze: 96 Prozent der Einwohner gaben an, persönlich glücklich zu sein. Auf dem zweiten Platz rangieren die krisengeplagten Griechen (80 Prozent) vor Italien (79 Prozent). "Die Deutschen werden dagegen ihrem Ruf als Pessimisten gerecht", erklärte der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Ulrich Reinhardt.

Mit 61 Prozent liegen die Bundesbürger auf dem drittletzten Platz vor Polen (50 Prozent) und Russland (37 Prozent). Europaweit lag der Schnitt bei 68 Prozent. Was laut Studie in allen Ländern ähnlich ist: Frauen sind glücklicher als Männer, Landbewohner glücklicher als die Stadtbevölkerung, Paare zeigen sich deutlich zufriedener als Singles und Besserverdienende fühlen sich besser als Geringverdiener. Zudem äußere die junge Generation in Europa die höchsten Glücksempfindungen und schaue - auch in unsicheren Zeiten - weiterhin hoffnungsvoll in die Zukunft, sagte Reinhardt.

Für die repräsentative Erhebung wurden mehr als 15.000 Menschen aus 13 Ländern befragt. Die Studie soll im Detail im Herbst vorgestellt werden.

sk/dpa
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