Weltjugendtag 2011 Papst kommt nach Madrid

Papst Benedikt ist zum Weltjugendtag in Madrid aufgebrochen. In der spanischen Hauptstadt werden eine Million Menschen erwartet. Doch im Vorfeld gibt es Ärger: Seit Tagen demonstrieren Tausende gegen die Verwendung von Steuermitteln für das Kirchentreffen.
Papst Benedikt XVI.: Das Kirchenoberhaupt wird nicht von allen Spaniern freudig erwartet

Papst Benedikt XVI.: Das Kirchenoberhaupt wird nicht von allen Spaniern freudig erwartet

Foto: ANDREAS SOLARO/ AFP

Rom - Papst Benedikt XVI. ist auf seine 20. Auslandsreise zum Weltjugendtag nach Madrid aufgebrochen. Zum diesjährigen Weltjugendtag werden in der spanischen Hauptstadt mehr als eine Million Menschen erwartet.

Als Höhepunkt seines dritten Spanien-Besuchs als Papst gilt eine große Messe unter freiem Himmel auf dem ältesten Madrider Flugplatz Cuatro Vientos, mit der das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag die katholische Großveranstaltung beenden wird. Außerdem will der 84-jährige deutsche Pontifex unter anderem mit den spanischen Kardinälen und den Bischöfen von Madrid zusammentreffen sowie der Königsfamilie im Palast de la Zarzuela einen Besuch abstatten.

Die von Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. 1984 ins Leben gerufenen Weltjugendtage finden alle zwei bis drei Jahre statt. Nach Sydney 2008 und Köln 2005 handelt es sich bereits um den dritten Weltjugendtag, an dem Benedikt als Papst teilnimmt.

Doch ist der Besuch des Kirchenoberhaupts im säkularisierten Spanien nicht unumstritten. Bei einer Kundgebung gegen den Besuch von Papst Benedikt XVI. in Madrid haben Demonstranten sich Auseinandersetzungen mit der spanischen Polizei geliefert. Wie die Rettungsdienste am Donnerstag mitteilten, waren dabei am Vorabend elf Menschen verletzt worden, darunter zwei Polizisten. Sechs Demonstranten wurden festgenommen. Die Zwischenfälle ereigneten sich, als die Demonstranten mit jungen Katholiken zusammentrafen, die am Weltjugendtag teilnehmen.

Die Polizei trennte beide Seiten. Dabei kam es nach Berichten des staatlichen Rundfunks RNE zu Rangeleien zwischen den Beamten und Papstgegnern. An der Kundgebung hatten sich nach Polizeiangaben 5000 Menschen beteiligt, die Veranstalter sprachen von 20.000 Demonstranten. Der Protest richtete sich in erster Linie dagegen, dass nach Ansicht der Papst-Gegner Millionensummen an Steuergeldern für die Visite des Pontifex ausgegeben werden.

sk/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.