EU-Agrarpolitik Landwirte sollen höher entschädigt werden

Die europäischen Landwirte sollen künftig einen finanziellen Ausgleich erhalten, wenn sie unter hohen Einkommenseinbußen leiden, unabhängig von der Ursache. Das ist einer der Vorschläge, die die EU-Kommission für die Neuausrichtung der Agrarpolitik im Herbst vorlegen wird.
Vertrocknete Maispflanzen: Auch bei Ernteschäden soll den Bauern künftig finanziell geholfen werden

Vertrocknete Maispflanzen: Auch bei Ernteschäden soll den Bauern künftig finanziell geholfen werden

Foto: DPA

Brüssel - Europäische Bauern könnten bei hohen Einbußen künftig weich fallen. Die EU-Kommission erwägt, Landwirte bei Einkommensausfällen von über 30 Prozent zu entschädigen - und das unabhängig von der Ursache. "Das ist eine der Optionen, die die EU-Kommission intern in Erwägung zieht", sage ein Sprecher der Behörde und bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ).

"Sie ist aber nur Teil der Debatte, entschieden wurde noch nichts", sagte der Sprecher weiter. Im Oktober will die Kommission Vorschläge für die Neuausrichtung der Agrarpolitik auf den Tisch legen. Das neue Instrument zum finanziellen Ausgleich von Bauern könnte ein Teil davon sein.

Über das neue Sicherheitsnetz könnten Landwirte bis zu 70 Prozent ihrer Ausfälle zurückbekommen. Als Basis für die Berechnung des Ausgleichs will die Behörde die Einkommen der vorangegangenen Jahre nehmen.

sk/dpa-afx
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