Mittwoch, 13. November 2019

Ehec-Warnung Spanien will 80 Millionen Euro Entschädigung

Spanische Salatgurken: Das Gemüse wurde fälschlicherweise für die Ehec-Epedemie verantwortlich gemacht

Auf dem Höhepunkt der Ehec-Epedemie hatten die deutschen Behörden vor dem Verzehr von spanischen Gurken gewarnt, der Export des Gemüses brach daraufhin ein. Nun fordert der spanische Landwirtschaftsminister eine Entschädigung in zweistelliger Millionenhöhe von der EU.

Madrid - Spanien fordert 80 Millionen Euro Entschädigung von der Europäischen Union für seine Gemüsebauern, die wegen der Ehec-Krise in Deutschland keine Gurken mehr verkaufen konnten. Das kündigte Landwirtschaftsministerin Rosa Aguilar an.

Auf dem Höhepunkt der Ehec-Krise hatten die deutschen Behörden wegen einer möglichen Verunreinigung mit dem aggressiven Darmkeim vor dem Verzehr von Rohkost und speziell von Salat, ungekochten Tomaten und frischen Gurken gewarnt. Spanische Gurken wurden - wie sich später herausstellte, fälschlicherweise - als Quelle des Ehec-Erregers ausgemacht. Der Export des Gemüses brach daraufhin ein.

Inzwischen wurden Bockshornkleesamen aus Ägypten als Ursache für die Epidemie ausgemacht. Die EU hat den Gemüsebauern in den Mitgliedsländern insgesamt 210 Millionen Euro Entschädigung für ihre Einnahmeverluste versprochen. Wie sich diese Summe aufteilt, ist bislang aber noch nicht bekannt.

An Ehec waren in Deutschland in den vergangenen Wochen tausende Menschen erkrankt. Mindestens 48 Patienten starben nach einer Infektion. Es handelt sich den Behörden zufolge um den bisher größten Ehec-Ausbruch in Deutschland. Die Zahl der Neuerkrankungen ist mittlerweile rückläufig.

mg/afp

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