Vereinte Nationen Deutschland setzt auf Ban Ki Moon

Deutschland unterstützt die erneute Kandidatur Ban Ki Moons als Generalsekretär der Uno. Dies sagte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle am Rande eines Washington-Besuchs. Gleichzeitig drängte Westerwelle auf eine Reform der Vereinten Nationen.
Ban Ki Moon hat Grund zur Freude: Deutschland, Frankreich und die asiatischen Länder haben sich für eine zweite Amtszeit des UN-Generalsekretärs ausgesprochen

Ban Ki Moon hat Grund zur Freude: Deutschland, Frankreich und die asiatischen Länder haben sich für eine zweite Amtszeit des UN-Generalsekretärs ausgesprochen

Foto: A1820 epa anp Robert Vos/ dpa

Washington - Deutschland unterstützt die Kandidatur von Ban Ki Moon für eine zweite Amtszeit als Generalsekretär der Vereinten Nationen. Der Südkoreaner habe seine bisherige Amtszeit sehr überzeugend wahrgenommen, sagte Außenminister Guido Westerwelle am Montag in Washington. Dort war er zuvor mit einer Delegation von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingetroffen, zu der auch vier weitere Bundesminister gehören.

"Ban Ki Moon steht für Ausgleich, für Fairness zwischen den Ländern und er steht für friedliche Konfliktlösung", sagte Westerwelle. Dies sei auch die Politik, die Deutschland in den Vereinten Nationen unterstützte. Er habe "seine bisherige Amtszeit sehr überzeugend wahrgenommen." Er sei sei ein Generalsekretär, der die UN stärke, sagte der Bundesaußenminister.

Der 66-jährige Ban Ki Moon hatte am Montag in New York seine Kandidatur bekanntgegeben. Diplomaten gehen davon aus, dass der UN-Sicherheitsrat seine Zustimmung geben und die UN-Vollversammlung noch vor Ende des Monats darüber abstimmen wird, da es keinen Gegenkandidaten gibt. Ban leitet die internationale Organisation seit dem 1. Januar 2007. Seine Amtszeit endet turnusgemäß am 31. Dezember. Kurz vor der erneuten Bewerbung Bans hatte ihm die asiatische Staatengruppe bei der Weltorganisation ihre Unterstützung zugesagt. Auch Frankreich signalisierte Zustimmung. Nach Einschätzung aus diplomatischen Kreisen gibt es an seiner Wiederwahl kaum Zweifel.

Westerwelle drängt auf UN-Reformen

Der deutsche Außenminister wiederholte indes den deutschen Wunsch nach einem ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat, wo die Bundesrepublik derzeit als nichtständiges Mitglied vertreten ist. Er betonte die "deutsche Bereitschaft, als Interessensvertreter europäischer Anliegen mehr Verantwortung zu übernehmen".

Westerwelle bekräftigte, die UN müssten dringend reformiert werden. "Es bleibt dabei, Deutschland ist der Überzeugung, dass die Vereinten Nationen reformiert werden müssen. Sie spiegeln die Gewichte unserer heutigen Welt so nicht mehr wieder, sondern eher die Verhältnisse wie sie nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen sind." Dass etwa Lateinamerika oder ein ganzer Kontinent wie Afrika nicht ständig im UN-Sicherheitsrat vertreten seien, müsse geändert werden.

krk/dpa-afx/afp
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.