Kfz-Diebstahl Autoklau in Ostdeutschland boomt

Im vergangenen Jahr wurden offenbar deutlich mehr Autos gestohlen als noch im Vorjahr. Einem Medienbericht zufolge ist die Zahl der Diebstähle besonders in Ostdeutschland stark angestiegen, da die Fahrzeuge vor allem nach Osteuropa verkauft werden.
Begehrte Luxuswagen: Moderne Wegfahrsperren sind für die Diebstahlspezialisten kein Hindernis

Begehrte Luxuswagen: Moderne Wegfahrsperren sind für die Diebstahlspezialisten kein Hindernis

Osnabrück - Die Zahl der Autodiebstähle hat im vergangenen Jahr in Deutschland auf rund 42.000 zugenommen. Das ist ein Anstieg um mehr als 4 Prozent, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet.

Das Blatt beruft sich auf die Zahlen der Landeskriminalämter für die deutschlandweite Kriminalstatistik, die am Freitag vorgestellt wird. In die Statistik fließen auch versuchte Diebstähle und vorübergehende unbefugte Benutzung von Fahrzeugen ein.

Es ist der zweite Anstieg bei den Kfz-Diebstählen in Folge, nachdem die Zahlen zuvor fünf Jahre lang rückläufig waren. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, begründet den Anstieg in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" damit, dass "Autodiebe inzwischen absolute technische Spezialisten sind, die gezielt hochwertige Fahrzeuge stehlen". Selbst moderne Wegfahrsperren von Luxuswagen seien für diese Täter oft kein Hindernis mehr.

Besonders stark stiegen die Fallzahlen in Ostdeutschland: In Mecklenburg-Vorpommern lag das Plus bei 20,9 Prozent, in Thüringen bei 14,5 und in Brandenburg bei 22,6 Prozent. Die ostdeutschen Bundesländer sind laut Witthaut besonders betroffen, "weil die Absatz- und Transitländer für gestohlene Fahrzeuge in erster Linie in Osteuropa liegen".

mg/dpa-afx
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