Regierungsprecher Seibert macht Osama zu Obama

Steffen Seibert, Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel, tappte am Montagmorgen in eine Geschwindigkeitsfalle der besonderen Art: Seibert wollte den Tod des Topterroristen Osama bin Laden offenbar möglichst rasch per Internet verbreiten - dabei unterlief ihm ein peinlicher Fehler.  
Obama statt Osama: Regierungssprecher Seibert wollte offenbar besonders schnell sein

Obama statt Osama: Regierungssprecher Seibert wollte offenbar besonders schnell sein

Foto: Tim Brakemeier/ dpa

Berlin - Regierungssprecher Steffen Seibert ist nicht der einzige, dem das passiert ist: Der Chef des Bundespresseamts verschrieb sich am Montagmorgen beim schnellen Twittern. Auf einmal stand da im Netz: "#Kanzlerin: Obama verantwortlich für Tod tausender Unschuldiger, hat Grundwerte des Islam und aller Religionen verhöhnt". Nach Bemerken des Fehlers korrigierte sich der Sprecher, löschte die Mitteilung. Das Internet aber hat keinen Radergummi - der Tweet mit dem Tippfehler machte im Internet in Windeseile die Runde, wurde von zahllosen Nutzern des Kurzmitteilungsdienstes weitergetragen.

"Oha, Herr @RegSprecher - das dürfte der "erfolgreichste" Tweet bisher werden", meinte ein Twitterer. Jemand meinte, dass Professor Freud gerade versuche, den Regierungssprecher zu erreichen - "es geht um einen Verbrecher". Andere waren sensibler und meinten, so ein Fehler könne doch jedem mal passieren. Tatsächlich war Seibert in der Aufregung am Montagmorgen nicht der einzige, der die Namen Osama und Obama verwechselte - der US-Fernsehsender Fox blendete gar die Zeile ein: "Obama bin Laden is Dead".

cr/dpa-afx
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.