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Fukushima I: Das Unglücks-AKW

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Katastrophengebiet Neues Nachbeben erschüttert Japan

Genau einen Monat nach dem Erdbeben und dem verheerenden Tsunami hat Japan erneut ein starkes Nachbeben erschüttert. Eine ausgerufene Tsunami-Warnung wurde jedoch wieder aufgehoben. Unterdessen hat die japanische Regierung die Evakuierungszone um das AKW Fukushima vergrößert.

Tokio - Japan ist am Montag erneut von einem Nachbeben der Stärke 7,1 erschüttert worden. Gebäude gerieten ins Wanken, und der größte internationale Flughafen in Tokio wurde kurzzeitig geschlossen. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht.

Das Zentrum des Bebens lag etwa 160 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio. Die Behörden warnten vor einem einen Meter hohen Tsunami. Die Warnung wurde nach etwa einer Stunde wieder aufgehoben.

Im havarierten Atomkraftwerk Fukushima I fiel vorübergehend der Strom aus. Die Versorgung konnte jedoch rasch wieder hergestellt werden, wie der Betreiber mitteilte. In der Stadt Sendai liefen zahlreiche Menschen in Panik auf die Straße.

Unterdessen hat die japanische Regierung angekündigt, die Evakuierungszone auf Gebiete mit hoher Strahlung über die bisherigen 20 Kilometer auszuweiten. In Gegenden, in denen die gemessene Strahlenbelastung 20 Millisievert pro Jahr erreichen könnte, sollten nun ebenfalls evakuiert werden, erklärte Regierungssprecher Yukio Edano.

Edano verwiese unter anderem auf den Ort Iitate, der 40 Kilometer von dem zerstörten Kernkraftwerk entfernt liegt. Die Gebiete sollten innerhalb eines Monats evakuiert werden. Es sei nicht nötig, sofort zu handeln. Edano riet Kindern, Schwangeren und Kranken, sich nicht näher als 30 Kilometer dem AKW zu nähern. Bisher betrug der Evakuierungsradius 20 Kilometer.

Trotz eindringlicher Appelle lehnte Japans Regierung eine Ausweitung der Evakuierungszone bislang ab. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace forderte eine Ausweitung auf 40 Kilometer, um die Bevölkerung vor Strahlen zu schützen. Die USA und Australien empfahlen ihren Bürgern, sich mindestens 80 Kilometer fernzuhalten.

mg/rtr/afp
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