Trotz Milliardendefizit Spanien baut 1300-Kilometer-Bahnmagistrale

Alles auf Pump: Spanien baut eine Bahnlinie entlang der Mittelmeerküste. Die 1300 Kilometer lange Strecke soll bis zum Jahr 2020 fertiggestellt sein und 51,3 Milliarden Euro kosten - trotz Spaniens aktuell erheblichen Staatsdefizits.
Plaza Colon in Madrid: Spanins Regierung plant Milliardeninvestment

Plaza Colon in Madrid: Spanins Regierung plant Milliardeninvestment

Foto: DPA

Hamburg - Das war ein Auftritt. Verkehrsminister José Blanco hat am Mittwoch angekündigt, dass Spanien die Summe von 51,3 Milliarden Euro in eine gewaltige Bahntrasse investieren werde. Der neue "Mittelmeer-Korridor" verlaufe über 1300 Kilometer von der französischen Grenze im Nordosten Spaniens über Barcelona, Valencia, Murcia und Málaga bis nach Algeciras im Süden des Landes. Bis zum Jahr 2020 soll das Vorhaben fertiggestellt sein.

Die spanische Regierung will mit dem Vorhaben einen wichtigen Mangel des spanischen Eisenbahnnetzes beheben. Bisher sind die wichtigsten Bahnlinien alle auf Madrid ausgerichtet. Dies gilt auch für die Hochgeschwindigkeitsstrecken, die in den vergangenen Jahren gebaut worden waren und Madrid mit Metropolen wie Sevilla, Barcelona oder Valencia verbinden.

Der geplante Mittelmeer-Korridor soll durch insgesamt elf Provinzen verlaufen, in denen fast die Hälfte der 47 Millionen Bewohner des Landes leben. Bereits im kommenden Jahr soll die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Barcelona und der französischen Grenze fertiggestellt werden. 2013 soll der Flaschenhals zwischen den Städten Tarragona und Vandellós zweigleisig ausgebaut werden.

Diese Strecke ist der einzige Abschnitt auf der Bahnverbindung zwischen Barcelona und Valencia, der noch eingleisig betrieben wird.

kst/dpa-afx
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