Donnerstag, 22. August 2019

Szenario für 2011 Weniger als drei Millionen Arbeitslose

Flure werden leerer: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung rechnet mit weniger Arbeitslosen

Im kommenden Jahr könnte die Arbeitslosenzahl unter die Marke von drei Millionen sinken. Das erwartet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Zugleich werden demnach so viele Menschen erwerbstätig sein wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

Nürnberg - Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird im kommenden Jahr einer Studie zufolge so niedrig sein wie seit 1992 nicht mehr. Durchschnittlich werden 2011 etwa 2,96 Millionen Menschen ohne Job sein, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag in Nürnberg mit. Das wäre der niedrigste Stand seit 18 Jahren. Zugleich werden im kommenden Jahr den Angaben zufolge im Schnitt 40,63 Millionen Menschen erwerbstätig sein. Da wäre der höchste je gemessene Stand seit der Wiedervereinigung.

Kurzfristig werde die demografische Entwicklung zu einem weiteren Sinken der Arbeitslosigkeit führen, teilte das IAB mit. Weil durch die geburtenschwachen Jahrgänge immer weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt nachrücken, stünden schon im laufenden Jahr rund 90.000 Menschen weniger für den Arbeitsmarkt zur Verfügung als im Vorjahr. 2011 werde die Zahl nochmals um 120.000 zurückgehen.

Auf mittlere Sicht aber dürfte es den Unternehmen zunehmend schwerer fallen, geeignete Arbeitskräfte für offene Stellen zu finden, warnte das IAB. Die Arbeitslosigkeit war hierzulande in der Krise nur leicht angestiegen und ging zuletzt wieder stark zurück. Für das laufende Jahr rechnet die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit durchschnittlich 3,2 Millionen Menschen ohne Job.

nis/afp

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