Samstag, 18. Januar 2020

Regulierung Britischer Finanzmarkt neu geordnet

Auf den Stufen der Bank of England: Der Einfluss der Institution, die einst ihre Eigenständigkeit unter Labour gewann, wächst wieder

Die britische Koalitionsregierung unter Premier David Cameron hat die Finanzmarktkontrolle neu geregelt. Das dreigliedrige System, das die Labour Party eingeführt hatte, weicht einer Konstruktion, in der die Bank of England wieder die Hauptrolle spielt.

London - Die britische Regierung hat umfassende Neuerungen zur Regulierung des Finanzmarkts beschlossen. Die Bank of England (BoE) erhalte wieder mehr Befugnisse und werde neben der Überwachung der allgemeinen Wirtschaftslage künftig auch einzelne Finanzunternehmen kontrollieren, kündigte der neue konservative Finanzminister George Osborne am Mittwochabend in London an.

Die Finanzbehörde FSA, die bislang für die Kontrolle der City zuständig war, werde abgeschafft. Ihr war angesichts des Beinahe-Zusammenbruchs des britischen Bankensystems in der Finanzkrise Versagen vorgeworfen worden.

Die FSA werde durch eine neue Behörde ersetzt, die unter der Kontrolle der Bank of England stehen werde, sagte Osborne weiter. Die neue Regulierungsbehörde solle Finanzfirmen überwachen. Unter dem Dach der BoE sollen zudem zwei weitere neue Kontrollinstanzen geschaffen werden, die eine soll für makro-ökonomische Zusammenhänge, die andere für Verbraucherschutz zuständig sein.

Damit werde das so genannte dreigliedrige System abgeschafft, das von der Vorgängerregierung der Labour-Partei eingeführt worden war, sagte Osborne. Dabei lag die Verantwortung zu gleichen Teilen bei der Bank of England, der FSA und dem Finanzministerium. Die von der Koalition aus Konservativen und Liberal Democrats beschlossenen Neuerungen sollen bis 2012 umgesetzt sein.

mamk/afp

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