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Tesla Model X: Der Starkstromer im Fahrtest

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Ausfahrt mit dem Tesla Model X Das Show-Mobil

Teslas Model X ist schnell und technisch durchaus imposant, aber die Reichweite genügt nicht.

Das Spektakel aus dem Hause Elon Musk fängt schon beim Einsteigen an. Es gibt keine Türgriffe. Das Model X öffnet sich durch einen leichten Druck auf die verchromten Sensorflächen elektrisch. Die hinteren "Falcon Wing"-Türen klappen beim Hochschwingen ebenso elegant wie platzsparend ein. Von drinnen lassen sich alle Türen über den vertikalen, 17 Zoll großen Touchscreen wieder schließen. Der hat das Bedienmenü hochgefahren, noch bevor ich Platz genommen habe.

Die linke Vordertür schließt automatisch, sobald der Fahrer aufs Bremspedal tritt. Die bis zur B-Säule hochgezogene Frontscheibe und das Dachfenster über der mittleren Sitzreihe sorgen für ein Raumgefühl wie in der Kanzel eines "Star Wars"-Raumkreuzers.

Mit solchen Showeffekten schürt Teslas Model X die Erwartung galaktischer Innovationen. Dabei basieren Antrieb, Stromspeicher und der Großteil der Elektronik auf der Technik der vor gut drei Jahren eingeführten Limousine Model S. Wie futuristisch also ist das neue, 2,5 Tonnen schwere Elektro-SUV wirklich?

Die Probefahrt mit der stärksten Ausführung P90D (gegen Aufpreis gibt's eine Version mit 68 PS mehr Leistung) führt durchs Erdinger Moos nordöstlich von München. Wie alle E-Mobile verblüfft auch der neue Tesla (Kurswerte anzeigen) schon beim Start durch atemraubendes Drehmoment – vor allem im "Insane"-Modus des Antriebs, wählbar über das Zentralmenü.

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Dank der Batterien im Unterboden hat auch das hohe Model X einen relativ niedrigen Schwerpunkt. Zum Schnellfahren kann ich das Fahrwerk sogar noch ein bisschen absenken. So surrt der große Tesla auf Porsche-Niveau durch die kurvigen Landsträßchen. Das ESP, auf Nummer sicher programmiert, verhindert ein Ausbrechen beim scharfen Beschleunigen. Das hilft, denn die elektrische Lenkung gibt kaum Rückmeldung, liegt in der Hand wie ein Joystick, selbst in der höchsten wählbaren Widerstandsstufe.

Jenseits von Tempo 160 verwirbeln die großen Seitenspiegel lautstark den Fahrtwind. Auf der Autobahn wird der Blick in den Innenrückspiegel von der abgedunkelten Heckscheibe und dem variabel ausfahrbaren Spoiler weitgehend verdeckt. Eine Schwäche, die sich verschmerzen lässt. Denn insgesamt bietet das Model X viel Fahrspaß, kombiniert mit raffiniertem Design, maximaler Sicherheit und zwei riesigen Laderäumen. Nur der Stromverbrauch war höher als erwartet. Wegen meines sportlichen Fahrstils hätte die volle Batterie nicht einmal für 230 Kilometer gereicht.

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manager-magazin.de/Wochit