Donnerstag, 22. August 2019

Here-Chef Edzard Overbeek Dieser Mann ist für deutsche Autohersteller der Mann der Zukunft

Edzard Overbeek: Der Here-Chef Here soll Daimler, BMW und Audi die Schlüsselkompetenz fürs autonome Fahren liefern, bevor Google die deutschen Autokonzerne zu tumben Hardwarelieferanten degradiert
Ole Schleef/ manager magazin
Edzard Overbeek: Der Here-Chef Here soll Daimler, BMW und Audi die Schlüsselkompetenz fürs autonome Fahren liefern, bevor Google die deutschen Autokonzerne zu tumben Hardwarelieferanten degradiert

3. Teil: Irritation beseitigen, Vertrauen zurückgewinnen

Noch arbeitet Overbeek an der neuen Strategie, sucht neben dem Autogeschäft (rund zwei Drittel der Einnahmen) und der Logistik ein bis zwei weitere Kernfelder. Eine seiner wichtigsten Aufgaben: das Vertrauen seiner globalen Autokunden zurückgewinnen. Viele waren irritiert, dass ein potenziell systemrelevanter Karten- und Datenlieferant auf einmal der deutschen Konkurrenz gehört – und dass Audi-Chef Rupert Stadler (53) sowie die Entwicklungsvorstände Klaus Fröhlich (56; BMW) und Thomas Weber (62; Daimler) im Aufsichtsrat sitzen.

Overbeek will Here deshalb verbreitern. Er sucht mehr Geschäftspartner wie Facebook Börsen-Chart zeigen und Amazon Börsen-Chart zeigen, die heute schon mit den Karten von Here arbeiten; er holt Tech-Partner wie Microsoft Börsen-Chart zeigen mit seiner Cloud-Expertise an Bord. Und er hält Ausschau nach passenden Co-Investoren.

Audi, BMW Börsen-Chart zeigen und Daimler sollen (und wollen) Anteile abgeben. Zum Start würde sich Overbeek "zwei weltweit aktive Tech-Konzerne als Teilhaber" wünschen, "einer davon idealerweise aus China". Langfristig sollen noch ein oder zwei Autobauer dazukommen, eventuell auch ein Onlinehandelsriese wie Amazon. Die Suche läuft.

Viel Zeit werden die Eigentümer ihrem CEO nicht geben. Bei Daimler Börsen-Chart zeigen und Audi Börsen-Chart zeigen wundern sie sich jetzt schon, dass noch immer keine Partner gefunden sind.

Overbeek mahnt zu Geduld. Erstens sei er gerade erst fünf Monate im Amt. Zweitens gebe es nichts Schlimmeres, als die falschen Partner an Bord zu holen. "Die wird man nicht wieder los. Ich werde mir so viel Zeit nehmen und so viele Tausend Kilometer fliegen wie nötig."

Nächste Woche Europa, die Woche darauf Silicon Valley, danach Asien. "Glaube ich" – manchmal verliert Overbeek auch ein wenig die Übersicht.

© manager magazin 8/2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung