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Dubai im Alltag: Ein perfekter Tag

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Luxushotel-Direktor Heinrich Murio über einen perfekten Tag in Dubai Das Klima regelt alles

Das Klima regelt alles - früh aufstehen, brunchen, ins Spa, spät ausgehen.
Von Heinrich Morio

Ich stehe immer früh auf und gehe um 5.30 Uhr ins Gym oder zum Joggen. Ich frühstücke dann gern im "Eggspectation" am Jumeirah Beach, die kanadische Kette serviert erstklassige Eiergerichte. In Dubai hat Brunchen Tradition, besonders im Sommer, wenn es tagsüber heiß und schwül ist. Und natürlich kennt die Stadt auch hier nur Superlative: Beim wirklich guten Big Friday Brunch im "Madinat Jumeirah" sind 130 Köche im Einsatz, es werden 533 Kilo Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte verarbeitet, in 35 offenen Küchen und für 280 verschiedene Gerichte.

Dubai ist groß, aber nie erdrückend. Man kann in Ruhe leben, shoppen, am Strand liegen (dem Kite Beach in der Nähe der Al-Manara-Kreuzung!), im "Atlantis" mit Delfinen schwimmen, in der Mall of the Emirates Ski fahren, was wirklich Spaß macht. Oder man geht ins Spa. Vor allem mag ich das Talise Ottoman Spa (Saunen, Dampfbäder, Schneezimmer und drei türkische Hamams) im "Jumeirah Zabeel Saray", das an Kaiserpaläste der osmanischen Zeit erinnert.

Abends esse ich oft im neuen Restaurant "Enigma" im "Palazzo Versace", alle drei Monate wechselt der Sternekoch, man weiß nie, wer als Nächster kommt. Oder im "Atmosphere" im 122. Stock des "Burj Khalifa", das derzeit höchste Gebäude der Welt. Mein Lieblingsrestaurant ist und bleibt aber das "Junsui" im "Burj al Arab": die beste Pekingente der Stadt.

Danach gehe ich gern in die neue Bar "Gold on 27", im 27. Stock. Oder in die "Mercury Lounge" im "Four Seasons", tolle Dachterrasse mit Blick auf Stadt und Meer. An der neuesten Attraktion der Skyline wird schon gebaut, der 880-Millionen-Euro-Turm des Architekten Santiago Calatrava soll wie ein Minarett aussehen. 2017 öffnet das "Me by Meliá", der erste Hotelentwurf der verstorbenen Zaha Hadid, mit Räumen wie aus Kubricks "Space Odyssey".

Wenn ich mal rauswill, fahre ich mit meiner Harley in die Wüste zum "Hatta Ford Hotel", einem kleinen Relais & Châteaux in einer Oase im Hajar-Gebirge, oder zum "Bab Al Shams Desert Resort & Spa". Das Hotel erinnert an ein altes Wüstendorf. Das Motorrad werde ich am meisten vermissen, wenn ich Dubai im Juni nach zwölf Jahren verlasse und auf die Malediven wechsle, zu den Soneva Resorts.

Für Freunde buche ich immer eine Overnight Desert Safari mit Arabian Adventures, die machen das seit 20 Jahren, mit arabischem Büffet, Falkenflug, Dünenfahrt, Kamelritt und Bauchtanz. In dem Wüstencamp abends am Feuer ist man weit weg von allem.

Tagestipps:

8.00 Uhr Frühstück im "Eggspectation" 

12.00 Uhr Brunch im "Madinat Jumeirah" 

15.00 Uhr "Talise Ottoman Spa" 

17.00 Uhr "Bab Al Shams Desert Resort & Spa" 

23.00 Uhr Bar "Gold on 27"