Donnerstag, 20. Juni 2019

Picasso als Geldanlage Gedruckt, nicht gemalt

Druck-Editionen von Pablo Picasso (links im Bild) mit einer Auflage von 50 Stück steigen im Wert.

Die Originale des Spaniers kosten Millionen. Da lohnt ein Blick auf seltene Prints.

Kunstinvestoren müssen nur einen Namen kennen: Pablo Picasso. Die Preise des Spaniers steigen seit 1970 ununterbrochen, in 44 dieser 48 Jahre sogar mit zweistelligen Raten. Picassos Bilder lassen sich gut verkaufen, bei den Mai-Auktionen war er wieder Umsatzsieger mit 116,7 Millionen Dollar für 29 Werke.

Roman Kräussl
  • Copyright:
    Ökonom und Kunstkenner Roman Kräussl lehrt an der Luxembourg School of Finance und in Stanford. Kontakt: roman.kraussl@uni.lu

Der Bluechip des Kunstmarktes hat nur einen Haken: Unter einer Million Dollar gibt es von ihm kaum ein Gemälde. Die Alternative sind Editionen mit einer Auflage von 50 Stück. Die Wertsteigerung beträgt dort zwar nur 3,7 Prozent pro Jahr - verglichen mit Anleihen aber nicht schlecht.

Abraten würde ich allerdings von großen Editionen: Tausenderauflagen für 1500 Dollar legen im Schnitt nur um 1,4 Prozent jährlich zu.

Rare Prints werden immer wieder auf großen Auktionen angeboten. Seriöse Händler mit Onlinepräsenz sind John Szoke in New York und Peter Harrington in London. Letzterer offeriert gerade die "Femme dans un fauteuil et guitariste" , eine 50er-Edition, für 48.000 britische Pfund.

© manager magazin 7/2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung