Samstag, 7. Dezember 2019

Veganismus Entdeckung der Besserverdiener

Vegane Ernährung: Das Milliardengeschäft mit dem Megatrend
kmu-fotografie.ch

8. Teil: Die US-Tech-Tycoone sind besessen vom Pflanzenessen

Geradezu besessen vom neuen Pflanzenessen sind die US-Tech-Tycoone. Microsoft-Gründer Bill Gates, reichster Mann der Welt, investiert in kalifornische Start-ups wie Hampton Creek Foods (Just Mayo, Mayonnaise aus Erbsen statt Ei) oder Beyond Meat, wo seit November letzten Jahres der ehemalige McDonald's-Chef Don Thompson im Board sitzt. Von der weltgrößten Fast-Food-Kette zum veganen Start-up - wenn das keine Burgerschlacht wird.

Ex-Paypal-Chef Peter Thiel steckt Geld in Fleisch aus dem 3-D-Drucker (Modern Meadow), genauso wie Li Kashing, der zweitreichste Asiate. Google-Gründer Sergey Brin gab niederländischen Forschern 33.0000 Dollar für Burger aus dem Labor.

Erweckung allerorten. Selbst bei einer Kasinogröße wie Steve Wynn. 2010 traf er auf einer Jacht den Telekom-Tycoon Gulu Lalvani. Der wirkte agil, fit, 20 Jahre jünger, ganz ohne Facelift, nur die Ernährung umgestellt. Wynn schloss sich ihm an und hat seither in Las Vegas und Macau vegane Gerichte auf der Karte. Für das Magazin "Businessweek" Anlass genug, den nächsten Trend zu verkünden: "The Rise of the Power Vegans".

Essen als Bekenntnis, Luxus oder Selbsterfahrung. Gründe für den Aufbruch in die vegane Ära gibt es reichlich. Dabei könnte doch alles so einfach sein, lästert Foodaktivist Michael Pollan: "Ich kenne außer dem Menschen kein einziges Lebewesen, das bei der Ernährung den Rat von Experten braucht."

© manager magazin 5/2016
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