Amsterdam, Köln, Zürich, Paris, Moskau Die besten Bars der großen Metropolen

Hier kann man überall abstürzen. Muss man aber nicht.
Von Jörg Meyer
KLEINE GRÖSSEDas "Roses" serviert kleine Gerichte und kleine Drinks

KLEINE GRÖSSEDas "Roses" serviert kleine Gerichte und kleine Drinks

Deal
"Roses": Kleinigkeiten entscheiden oft über den Erfolg. Für die Summe vieler Kleinigkeiten gilt das erst recht. Dafür liebe ich das "Roses" in Amsterdam. Die Küche serviert eine Vielfalt aus den Straßen von Buenos Aires, den Märkten Limas und der Küche Mexikos. Ceviche, Empanadas, Chimichurri stehen auf der Karte. Aber viel wichtiger: Alles kommt auf kleinen Tellern. Für jeden was dabei. Das entspannt mich als Gastgeber sehr. So wie die kleinen Drinks. Perfekte "Pisco Sours" lockern die Stimmung, genau wie der "Guac" aus Tequila, Fat-washed Avocado, weißem Schokoladenlikör, etwas Chili-Likör und einem Hauch Zitronensäure. Ich mag es unkompliziert. Am liebsten unkompliziert perfekt! www.roses-amsterdam.nl 

Jörg Meyer

Jörg Meyer entwickelt tagsüber Konzepte für Bars, nachts trinkt er dort. Sein "Le Lion" in Hamburg gilt als eine der besten Bars der Welt.

NEUER KLASSIZISMUSDie "Pulitzer's Bar" beruft sich auf Hemingway

NEUER KLASSIZISMUSDie "Pulitzer's Bar" beruft sich auf Hemingway

Date
"Pulitzer's Bar": Ernest Hemingway hätte sich wahrscheinlich wohlgefühlt. Er war ein Freund guter Drinks, gepaart mit Eleganz. Und er liebte schöne Bars. So wie ich. Das "Pulitzer's" hat ihm einige Drinks gewidmet, denen wir uns heute mit Freude zuwenden. Der "Silver Medal" meiner Begleitung ist elegant, ich genieße eine "Martini Reserve"-Variante. Was nicht schwerfällt: Viel Vermouth und Port ergeben einen ausgewogenen Drink.

Der angenehme Jazz bekommt mehr Tempo, wechselt langsam in schwungvollen Soul. Erykah Badu singt "On & On", und wir stimmen ihr zu. Mit einem "French 75" ziehen auch wir das Tempo an. Der Klassiker prickelt erfrischend und hat Klasse. Wie die "Pulitzer's Bar". www.pulitzersbar.nl 

TAUCHSTATIONDas "Flying Dutchmen" ist die perfekte Dive Bar

TAUCHSTATIONDas "Flying Dutchmen" ist die perfekte Dive Bar

Dive
"Flying Dutchmen": In Amsterdam braucht man nicht lange nach einer Dive Bar zu suchen. Das bringt ein großer Nightlife-Bezirk in der Regel mit sich. Allerdings wird es schnell klischeehaft: Wahlweise überteuerte Halbbordelle am Rande des Rotlichtviertels oder runtergekommene Kneipen mit der Chance auf eine kleine Pöbelei und garantiert schmierigen Getränken.

Zum Glück gibt es das "Flying Dutchmen". Keine echte Dive Bar, aber lange offen. Wir ordern einen "Jungle Bird", einen "Eastside Gimlet" und einen "Flying Dutchmen"-Cocktail. Sehr gute Drinks, tief in der Nacht. Umrundet von einer lebendigen Menge gut gelaunter Menschen in einer kleinen Bar mit aufmerksamen Bartenderinnen. Die perfekte Dive Bar, ohne eine zu sein. www.flyingdutchmencocktails.com 

Köln: Cocktails und Party in Rheinkultur

Nummer sicher:Im "LAB12" auf dem Dach des "Pullman" gibt es keine Überraschungen

Nummer sicher:Im "LAB12" auf dem Dach des "Pullman" gibt es keine Überraschungen

Foto: Uwe Noelke

Deal
"LAB 12": Köln Hauptbahnhof, Ankunft Gleis 7. Ein 15-minütiger Spaziergang trennt mich noch von meinem Treffen im "LAB12". Auf der Dachterrasse des "Pullman"-Hotels belohnt einen dieser erstklassige Einkehrort nach einer vierstündigen Bahnfahrt in vielerlei Hinsicht. Eine schöne Bar, ein toller Blick über die Stadt, gute Drinks und die Möglichkeit, das Ganze mit kleinen Speisen noch angenehmer zu gestalten.

Wenn ich meinen Geschäftstermin nicht einschätzen kann, gehe ich gern auf Nummer sicher. Und auch wenn ich mich immer wieder von den kreativen Kreationen dieses flüssigen Laboratoriums "with a view" überraschen lasse, eines schätze ich ganz besonders: Zuverlässigkeit.

Cocktailküche: Im "Seiberts" wird auf Dreisterneniveau gemixt

Cocktailküche: Im "Seiberts" wird auf Dreisterneniveau gemixt

Date
"Seiberts": Das frühlingshafte Wetter verleitet mich nach all der ernsthaften Geschäftigkeit erneut zu einem kleinen Spaziergang. Fünf Minuten bis zu "Liquid Kitchen", Kölns schönstem Innenhofgarten. Das "Seiberts" am Friesenwall ist eine Institution! Seriöse Trinkerei, rare Spirituosen, eine mitreißende Leidenschaft für alle Details.

Ins "Seiberts" gehe ich, um mich mit guten Freunden von Volker Seibert einen Abend lang inspirieren zu lassen. Die Drinks sind Denkanstöße für Bartender auf der ganzen Welt. Und ganz nebenbei kann man mit den Kreationen seine Instagram-Follower so was von beeindrucken. seiberts-bar.com 

Platz da:Nach Mitternacht wird es im "Sudermans" voll und laut. Bis zum Morgen.

Platz da:Nach Mitternacht wird es im "Sudermans" voll und laut. Bis zum Morgen.

Dive
"Suderman": Deutlich nach Mitternacht schlagen wir im "Suderman" auf. Ich öffne die Tür, Notorious B.I.G. begrüßt mich mit "Mo Money, Mo Problems", wir arbeiten uns durch eine gut gelaunte Menge an die hintere Ecke des langen Tresens und bestellen "Mandarin Smash".

Das "Suderman" ist eine meiner liebsten Dive-Bars überhaupt. Die Musik immer etwas zu laut, die Stimmung immer mitreißend ausgelassen, die Drinks so, wie ich sie liebe: beiläufig perfekt. Ich ahne schon, dass mich die lange Fensterfront in wenigen Stunden mit aufgehender Sonne begrüßen wird. Das Pastrami-Sandwich scheint mir für die kommenden Stunden eine strategisch richtige Entscheidung. Ich ordere Boilermakers: kaltes Kölsch und kräftigen Bourbon. Wir tauchen ab in Kölns Nachtleben. suderman.eatbu.com 

Zürich: Wo schon mittags Party ist

Mittagsmix:Die "Kronenhalle" liefert Kunst an der Wand und im Glas

Mittagsmix:Die "Kronenhalle" liefert Kunst an der Wand und im Glas

Foto:

Deal
"Kronenhalle"

Bei Geschäften in Zürich fröne ich von jeher einer meiner geheimen Trinktraditionen - dem #DayDrinking. Zürich hat diese erstklassige Ansammlung von guten Restaurants und Hotels mit Bars, die mittags öffnen. So sitzen ich um halb zwölf bei Christian in der "Kronenhalle"-Bar. Atemberaubend klassisch. Keine Musik. Vereinzelte leise Gespräche der anderen Mittagsbargäste.

Ich höre das Knacken des Eises und lasse den echten Chagall und den eiskalten Wodka Martini auf mich wirken. Gedanklich sortiere ich meinen Businesslunch vor. Gleich werde ich wie jedes Mal hier Zürcher Geschnetzeltes bestellen. Das Beste, was es gibt. Es leben die zeitlosen Klassiker.

Talkmaster:Das "Tales Bar"-Team mixt und plaudert gleichzeitig

Talkmaster:Das "Tales Bar"-Team mixt und plaudert gleichzeitig

Foto: Steven Kohl Photography

Date
"Tales Bar"

Fünf Minuten vor der Öffnungszeit warte ich in der Kälte vor der "Tales Bar", einer perfekten Mischung aus guter Bar und unglaublich kreativen Drinks. Gepaart mit erfahrenen Bartendern, die in der Lage sind, ein Tresengespräch zu führen - mittlerweile leider wirklich eine Rarität. Das brauche ich heute, denn ich habe ein Date mit mir selbst.

Allein zu trinken ist die Königsklasse in guten Bars. Der magische Ort im "Tales": die fünf Drehsessel direkt an der Bar. Wenn Sie einen ergattern, bekommen Sie ein Drinkstheater der Extraklasse serviert! Ich habe Glück ...

Lokal der Lokalen:In der "Bar 63" taucht der Züricher in die Nacht ab

Lokal der Lokalen:In der "Bar 63" taucht der Züricher in die Nacht ab

Dive
"Bar 63"

Nachts gehe ich die Langstrasse entlang. Vorab ein Besuch bei "Fat Tony" - außergewöhnlichstes Pizzakonzept ever. Die Langstrasse mit ihrer magischen Mischung aus Dive-Bars, Klubs und sehr viel rotem Licht verschluckt einen in der Regel und spuckt dich am nächsten Mittag völlig zerstört wieder aus. Aber mittendrin gibt es einen sicheren Hafen: Die "Bar 63". Keine aufgekratzten Feiertouristen, sondern Züricher, die spätnachts Drinks und Musik zu schätzen wissen.

Der Tradition halber starte ich mit einem "Herrgöttli", ein kleines gezapftes Bier, mit einem Shot "Caroni 10 Jahre Sherry Cask finish" dazu - die "Bar 63" ist "nebenbei" Importeur für wahnsinnig guten Alkohol. Dann geht es an die Drinks. Irgendwann sehe ich, dass in der Bar gegenüber auf den Tischen getanzt wird. "Liebe Langstrasse - heute ohne mich", denke ich und beschließe den Tag mit einem "20th Century"-Cocktail so, wie ich ihn kurz vor Mittag gestartet hatte: klassisch.

Paris: Big Business, die kreativsten Cocktails - und die Bar der Barkeeper

HIDEAWAYIm "Mabel", versteckt im Hinterhaus, mixt Joseph Akhavan am liebsten Rum.

HIDEAWAYIm "Mabel", versteckt im Hinterhaus, mixt Joseph Akhavan am liebsten Rum.

Foto: Philippe Levy

Deal

"Mabel": Ich sitze im Uber-Taxi und lese die Nachricht. "Wo ist die Bar? Ich finde sie nicht - hier ist nur ein Sandwich-Store ..." Ich rufe Sebastian an. Wir wollen uns über Cognac unterhalten. Über seine Fässer, die ich kaufen möchte. In einer der besten Rumbars von Paris. Bei dem Sandwich-Store ist er goldrichtig.

Das "Mabel" ist nämlich dahinter versteckt. Es duftet vielversprechend, als wir uns den Weg ins "Hinterzimmer" bahnen. Guter alter Hip-Hop, dazu passend der "Nutty by Nature" auf der exzellenten Karte. Auch mein Cognac-Geschäftspartner scheint sich hier umgeben von gutem Rum wohlzufühlen. www.mabelparis.com 

IKONEIm "Hemingway" steht noch dessen Schreibmaschine.

IKONEIm "Hemingway" steht noch dessen Schreibmaschine.

Foto: ddp/Vincent Leroux/Ritz Paris

Date

"Hemingway", im "Ritz": Ja, Paris ist die Stadt der Liebe, aber auch die Weltmetropole für Fashion und Lifestyle. Und falls das die gewünschte Facette des geplanten Ausgehvergnügens ist, gibt es nur ein Ziel: das "Ritz".

Nahezu unscheinbar ist der Auftritt dieses Luxushotels von außen. Aber wenn man am Haupteingang angekommen ist, beginnt die eigentliche Reise. Der atemberaubende Spaziergang durch ein wahres Grandhotel. Vorbei an Orangerie, Lobby, Restaurants durch eine kleine Einkaufsmeile der Luxusklasse, bis das eigentliche Ziel erreicht ist. Die legendäre "Hemingway"-Bar. Colin Field mixt heute persönlich. Die Bar ist berühmt für ihren "Clean Dirty Martini", Colin Field für seinen "Serendipity". Also bestellen wir beide. Dazu die wahrscheinlich besten Minihamburger der Stadt. Die Kreditkarte hat noch reichlich Limit, das beruhigt. Abende im "Ritz" sind immer für Überraschungen gut. www.ritzparis.com 

LATE-NIGHT-SHOWDer Name "Dirty Dick" war mal Programm. Heute: beste Adresse zum Versacken.

LATE-NIGHT-SHOWDer Name "Dirty Dick" war mal Programm. Heute: beste Adresse zum Versacken.

Foto: Getty Images

Dive

"Dirty Dick": Die verrufene Pigalle ist seit einigen Jahren wieder das Ziel ernsthafter Late-Night-Trinker. Fernab vom Touristentrubel dieses verruchten Ausgehbezirks gibt es ein paar seriöse Trinkstätten.

Auch wenn der Name hier anderes vermuten lässt, ist diese eine der besten Late-Drinking-Adressen von Paris. Scotty Schuder, amerikanischer Expat, hat 2013 dieses ehemalige Freudenhaus in einen nächtlichen Tiki Temple umgebaut. Und serviert seitdem spätnachts gute Musik, entspannte Stimmung und perfekt abgestimmte gehaltvolle Drinks.

Sein "Pineapple Daiquiri" ist ein erfrischender Start in eine lange Nacht. Die Bestellung seiner Version des "Missionary's Downfalls" ein Statement. Oder aber eine indirekte Entscheidung, wieder einmal von der Bar ohne Umweg über das Hotelzimmer zum Flughafen zu fahren.

www.facebook.com/dirtydickparis/ (keine Website)

Moskau: Manche mögen's protzig - aber nicht alle

Bar with a View:Das "City Space" ist elegant, aber nicht neureich, und die Aussicht grandios

Bar with a View:Das "City Space" ist elegant, aber nicht neureich, und die Aussicht grandios

Deal

"City Space" : Wer in Moskau Geschäfte machen darf, braucht Fingerspitzengefühl. Der eine oder andere Geschäftspartner erwartet Protz und Dekadenz. Ich tue mich schwer damit. Mein persönlicher Garant für wichtige, aber legere Businesstreffen ist das "City Space". Auch an diesem Abend. Hier finde ich die perfekte Mischung aus Luxus und Eleganz mit einem atemberaubenden Blick aus dem 34. Stock des Swissôtel "Krasnye Holmy", 140 Meter über dem Zentrum.

Ich treffe die Organisatoren der russischen Bar Awards, wir gehen meine Präsentation für den kommenden Tag durch: "Die Zukunft der Hotelbar". Hat hier schon begonnen, denke ich, während mir Andrej einen erstklassigen "Swiss Basil" serviert. Ich schaue auf die Zwölf-Millionen-Stadt und proste ihr in Gedanken zu: "Wasche sdorowje!" www.cityspacebar.com 

Soul Kitchen:"Delicatessen" - der Name ist Programm. Mit viel russischer Seele.

Soul Kitchen:"Delicatessen" - der Name ist Programm. Mit viel russischer Seele.

Date

"Delicatessen" : Fernab des Glamours und der Scheinwelten, auf einem mäßig beleuchteten Hinterhof, findet man mein Lieblingslokal in Moskau: das "Delicatessen". Eine faszinierende Mischung aus Restaurant, Bar und Kunst. Hier im Keller ist Russland pur. Ein Hauch Dostojewski, viel russische Seele. Herzliche, fast melancholische Gastfreundschaft mit hohem Anspruch.

Es ist ein besonderes Lokal, für besondere Abende. Ich treffe mich mit meinem guten Freund Dima. Wir essen ausgezeichnet, dazu kaltes Bier und eine gute Flasche Wein. Mitinhaber Slava holt uns an die Bar. Wir müssen probieren, lernen Stammgäste kennen, trinken zusammen, werden Teil des Lokals. Um kurz nach eins schaffe ich den Absprung. Gesättigt vom herzlichen Russland verlasse ich glückselig meinen Lieblingskeller. delicatessen.bar 

Tanzbar:Im "Noor" lohnt es sich schon wegen des Frühstücks, die Nacht durchzutanzen

Tanzbar:Im "Noor" lohnt es sich schon wegen des Frühstücks, die Nacht durchzutanzen

Dive

"Noor Electro" : Wenn es Budget und Kunde zulassen, übernachte ich gern im "InterConti" an der Twerskaja-Straße. Ich könnte behaupten, es liegt an der guten Lage oder der tollen Ausstattung. Alles gelogen. Der wahre Grund ist, dass genau gegenüber meine liebste Dive-Bar Moskaus liegt. Was quasi jeden Abend, so auch an diesem, zu einem Besuch in der "Noor Electro" führt. Ein Traum von Location: eine erstklassige Bar, ein Innenhof mit Tanzfläche und eine Kunstgalerie, dazu gutes Nachtessen und ab acht Uhr morgens lebensrettendes gutes Frühstück.

Aber heute Abend sind keine tiefschürfenden Gespräche über Trinkkultur von meiner Seite geplant. "Whisky Sour" bitte. Die Tanzfläche und ich werden heute Nacht noch gute Freunde.

"Late Check-out", schießt es mir durch den Kopf, "denk an den Late Check-out." www.noorbar.com 

Hongkong: Wo man das Ego besser draußen lässt

Open for Business:Im "Lobster" dealt man gern bei einem "Smoke Cloud"

Open for Business:Im "Lobster" dealt man gern bei einem "Smoke Cloud"

Deal

"Lobster Bar"

Es sind nur wenige Schritte vom Taxi bis zum Hotel. Aber Hongkongs 34 Grad, gepaart mit einer Wand aus Luftfeuchtigkeit, sind für einen Anzugträger aus Überzeugung etwas anstrengend. Mich erlöst die perfekte Klimaanlage des "Island Shangri-La"-Hotels. Ich habe mich mit Giancarlo in der "Lobster Bar" des Hotels verabredet, wir haben den Spirituosenimport zu besprechen.

Die Bar ist seit Jahren eine sehr sichere Bank für wichtige Abende. Perfekter Service, fantastische Drinks, gutes Essen und Livemusik. Aber das Beste an "Lobster"-Abenden ist, dass du dich für einen Business-Deal hier triffst und mit vielleicht drei Deals nach vielen Stunden die Bar wieder verlässt. Giancarlo ist nach zwei schnellen "Hunter"-Cocktails wieder los. Ich bleibe. Das Publikum ist international, interessant und immer auch eine Überraschung. Mal sehen, was der Abend so bringt.
www.shangri-la.com 

Künstlerkneipe:Im "Old Man" gibt es die kreativsten Drinks der Stadt

Künstlerkneipe:Im "Old Man" gibt es die kreativsten Drinks der Stadt

Date

"The Old Man"
Agung serviert mir einen "Hills like White Elephants". Honig, Riesling, Bambus meldet mein Gaumen. Ich genieße den Drink und studiere Hemingway. Nicht die Bücher. Nein, sein Bild an der Wand.

Ich bin gekommen, weil es hier derzeit, so sprechen die Kollegen respektvoll hinter vorgehaltener Hand, die kreativsten Cocktails der Stadt geben soll. Und alles an diesen Gerüchten scheint mir richtig. Aber jetzt denke ich: Was für eine wunderschöne Bar. Perfekt für eine Date-Night! Heute abend habe ich ein Date mit Hemingway. Der alte Mann und die Bar.
www.theoldmanhk.com 

Hidden Champion:Das "Stockton" ist für Profis

Hidden Champion:Das "Stockton" ist für Profis

Dive

"Stockton"
Hemingway habe ich an der Wand gelassen, aber mit Agung habe ich mich auf einen Feierabenddrink im "Stockton" verabredet. Eine kleine Lampe über einer unscheinbaren Tür signalisiert den erfahrenen Nachtschwärmern in Hongkong den Eingang zu dieser versteckten Whiskybar. Wer spätnachts die Profis aus allen Bars seine Gäste nennen darf, macht sicherlich vieles richtig.

Für gelassene Stimmung sorgt die Hausregel: "Anyone paid a stipend for public performances please kindly leave your ego outside the establishment". Agung und ich nehmen uns einen "Fiery Ginger" von der Bar mit und zwei gute Honduraszigarren. Wer das "Stockton" kennt, kennt die versteckte Tür in der Wand, die zum Zigarrenzimmer führt. Und ich denke mir: Sosehr ich diese Luftfeuchtigkeit hier an einigen Tagen hasse, für gut gereifte Zigarren ist sie ein Segen.
www.stockton.com.hk 

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