Mittwoch, 22. Mai 2019

Die besten Bonusprogramme der Hotels Wo sich Punktesammeln richtig lohnt

Bonusprogramme: Welche Hotelketten am meisten bieten
St. Regis

2. Teil: Belohnung durch "Member Rates"

Bei den meisten Bonusprogrammen lässt sich ohne besonderen Aufwand ein Payback von rund 15 Prozent erzielen. Kunden, die direkt buchen und Portale wie Booking.com, Hotels.com oder HRS umgehen, werden mit "Member Rates" belohnt: Wer sich registrieren lässt, dem werden Zimmer fast immer um 5 bis 10 Prozent günstiger angeboten als bei den Suchmaschinen.

An zu viel Transparenz haben die Hotels indes kein Interesse. Wer mit Punkten bezahlen will, stößt nicht selten auf Hürden: Bei Starwood gehe das laut Koenig "sogar so weit, dass man bei den Tophotels die Preise in Punkten nicht online abrufen kann". Dazu müsse man sich ans Callcenter wenden.

Schlafrendite von 50 Prozent

Immerhin: Anders als bei den Meilenbonusprogrammen der Airlines ist es bei allen Hoteltreueangeboten möglich, Punkte auf andere Teilnehmer zu übertragen. Auch kooperieren etliche Herbergen mit Fluglinien - Starwood etwa mit Delta, Emirates und China Eastern. Topkunden genießen also automatisch einen besseren Status bei der jeweiligen Airline.

Besonders findige Punktesammler kommen so schnell auf 20, manchmal sogar bis zu 50 Prozent Schlafrendite. Bedeutet: Eine Hotelrechnung von 1000 Euro erhöht das Punktekonto um Punkte im Wert von 200 bis 500 Euro. Mit ein wenig Geschick lässt sich an eine Woche Luxusurlaub so eine Woche gratis in einem günstigeren Hotel dranhängen.

Zu lange sollte man damit nicht warten, sonst gehen die Guthaben verloren. Das strengste Programm, Le Club AccorHotels, verlangt alle zwölf Monate einen Aufenthalt. World of Hyatt und Club Carlson sind da deutlich großzügiger, dort genügt es, alle zwei Jahre mal einzuchecken - oder Punkte zu verschieben.

Die neue Erlebnisorientierung drückt sich mittlerweile auch in der Terminologie aus: Die World of Hyatt etwa ersetzte ihre Edelmetall-Levels durch Discoverist, Explorist und Globalist. In gefühligen Werbevideos umarmen fremde Menschen einander. Einem eher nüchternen Reiseblogger wie Tim Winship ist das fast schon zu viel: "Kunden suchen bei Treueprogrammen keine Seelenverwandten. Sie wollen einfach nur ein besseres Zimmer, Premiuminternet und einen späten Check-out."

Das geht immer.

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