Dienstag, 26. Mai 2020

Dietmar Hopp Hopp und Ex? Das Biotech-Cluster des SAP-Mitgründers

Hoffnungswerte: Dietmar Hopp investiert Milliarden in Biotech
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6. Teil: Deutsche Wunderkinder - wer mit Biotech reüssiert

Warum die Strüngmann-Brüder mit Biotech reüssieren.

 Teambuilder Andreas und Thomas Strüngmann verlassen sich nicht auf die eigene Expertise
Armin Brosch
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Andreas und Thomas Strüngmann verlassen sich nicht auf die eigene Expertise

Ergebnis: Andreas und Thomas Strüngmann (67) investierten nach dem Verkauf ihres Generikaherstellers Hexal 2005 rund eine Milliarde Euro in Beteiligungen an zwölf Biotech-Unternehmen. Die Bilanz der Firmen: Einnahmen in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro aus Verkaufserlösen und Lizenzdeals plus knapp 1,7 Milliarden Euro beim Erreichen bestimmter Erfolgsziele.

Der japanische Pharmariese Astellas erwarb den Immunonkologen Ganymed für 422 Millionen Euro, hinzukommen bis zu 860 Millionen Euro, falls bestimmte Meilensteine erreicht werden. Strüngmanns auf Proteinwirkstoffe gegen Autoimmunkrankheiten spezialisierte Beteiligung SuppreMol ging für 204 Millionen Euro an den US-Konzern Baxter. Das Bayer-Spin-out AiCuris, das Antiinfektiva entwickelt, erhielt von Merck & Co. 110 Millionen Euro für Lizenzen.

Rezept: Die Zwillinge lassen sich von einem umfangreichen Team erfahrener Manager und Wissenschaftler beraten. Das entwickelt für die Firmen klare Kommerzialisierungsstrategien, sorgt für eine straffe Organisation und die stringente Umsetzung. Häufig sind Wagniskapitalgeber dabei und bringen ihre Expertise ein.

Die Strüngmann-Manager setzen auf Firmen, die auf einer Technologieplattform mehrere Arzneikandidaten entwickeln und nicht nur eine Idee verfolgen. Dadurch arbeiten sie mit diversen Partnern zusammen, die jeweils mit investieren. BioNTech etwa kooperiert mit Eli Lilly, Sanofi, Bayer, Genmab und Genentech.

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