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Testfahrt: Mit dem Range Rover Sport ins Gelände

Foto: Christian Burkert für manager magazin

Testfahrt im Range Rover Sport Der Landlebenskünstler

Aus der Küche ab ins Gelände: Poggenpohl-Chef Lars Völkel erkundet mit dem Range Rover Sport das Terrain. Der Abenteuer-Faktor wird allerdings vollautomatisch heruntergeregelt.

Herford - Darauf hat Lars Völkel schon die ganze Zeit gewartet. Mit dem Range Rover Sport endlich auf eine Matschpiste abzubiegen, die in eine Tongrube führt. "Ein Abenteuer."

Völkel ist 39 und Chef des Küchenherstellers Poggenpohl (was auch oft genug geländegängige Fähigkeiten erfordert) mit Sitz im westfälischen Herford. Er war lange im Ausland, lebt nun im Rhein-Main-Gebiet und erhofft sich von dem Offroad-Abstecher, seine Heimat mal von einer neuen Seite kennenzulernen.

Doch das mit dem Abenteuer wird nichts. Die vielen elektronischen Helfer im Antriebsstrang und Geländefahrwerk, die sich mit dem "Terrain Response"-Programm des Range Rovers bei Bedarf automatisch zuschalten, machen den Ausflug ins Unwegsame zur Spazierfahrt.

Mühelos meistert der Allrader alle Schlaglöcher, Pfützen und was der Weg abseits der asphaltierten Straßen sonst noch so bereithält. Weil auf Niet- und Schraubverbindungen verzichtet wurde ("Monocoque"), klappert oder knarzt auch nichts. Vor allem die Lenkung imponiert Völkel beim Rumrutschen im Morast; sie gibt genug Rückmeldung für präzise Manöver, bleibt dabei aber immer leichtgängig.

Der Küchenmann lobt das tadellose Interieur

Das Sportmodell ist 15 Zentimeter kürzer als der normale Range Rover, das Aushängeschild der Marke. Und vor allem: 420 Kilo leichter als das Vorgängermodell, dank der neuartigen Aluminiumbauweise, die das Sportversprechen noch besser einlöst. Zugleich wurde der Radstand um 18 Zentimeter verlängert, was für die Beinfreiheit förderlich ist.

Als Spezialist für Einrichtungen interessiert sich Küchenchef Lars Völkel vor allem für die Verarbeitung des Interieurs. Lackoberflächen, Ledernarbung, Nähte, Übergänge zwischen Holz- und Metalloberflächen - sein Urteil: "Tadellos!" Diese Präzision, sagt der Möbelfachmann, müsse man erst mal hinkriegen in einem mobilen Objekt wie einem Auto, wo es vor allem auf Stabilität ankomme.

Dagegen nervt ihn so manches Bedienelement: Das Programmieren des Navigationsgeräts über den Touchscreen bricht Völkel ab - es dauert unzumutbar lange. Zum Anschalten der Sitzheizung muss er erst einen Knopf auf der Mittelkonsole drücken, um dann wieder per Touchscreen die Wärmeintensität einzustellen. Zu umständlich.

Auf dem Rückweg über die holperigen Landsträßchen lässt der Range Rover Sport dann alle Missstimmung sofort wieder verfliegen. Völkel ist voll des Lobes über die Spurtstärke, die Elastizität der Range-Rover-Maschine und die souverän schaltende Automatik.

Endgültig überzeugt ihn das Preis-Leistungs-Verhältnis: Der Range Rover Sport kostet kaum mehr als Völkels umfassend ausgestatteter Mittelklasse-Audi - er biete aber "viel mehr Auto". Da Völkel bei seinem Amtsantritt jedoch demonstrativ auf einen A4 downsizte (sein Vorgänger fuhr einen Q7), muss der Rover noch warten.

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