Bilanz Kunden und Konkurrenten

Was hat Deutschland von einer Ost-Erweiterung der EU?



Vorteile Nachteile
Politische Stabilität: Die EU bietet Osteuropa einen verlässlichen politischen und ökonomischen Rahmen. Die Gefahr von Krisen und Kriegen - wie in Bosnien und im Kosovo - wird geringer. Ein Vorteil gerade für Deutschland mit seiner langen Ostgrenze. Starke Konkurrenz: Niedrige Löhne in den Beitrittsländern werden hiesigen arbeitsintensiven Branchen zu schaffen machen. Zuvorderst betroffen: das Handwerk.
Zusätzliche Absatzmärkte: Maschinen, Hightech, Konsumgüter - der Nachholbedarf in Osteuropa ist riesig. Deutschland ist einer der bevorzugten Lieferanten. Ungeordnete Zuwanderung: Hunderttausende Arbeitsimmigranten könnten jährlich nach Deutschland kommen - potenzielle Konkurrenz für Billigjobber. Bisherige Erfahrungen zeigen aber: Die Ost-Gastarbeiter gehen vor allem dorthin, wo Arbeitskräftemangel herrscht.
Arbeitsteilung: Niedrige Löhne und gut ausgebildete Menschen ermöglichen, Teile der Produktion zu verlagern. Neue Formen internationaler Arbeitsteilung stärken auch deutsche Unternehmen. Steigende EU-Beiträge: Wenn ärmere Mitgliedsländer aufgenommen werden, wächst das EU-Budget. Mutmaßlicher Hauptzahler: Deutschland.
Neue Investitionschancen: Die schnell wachsenden Volkswirtschaften in Osteuropa eröffnen institutionellen und privaten Anlegern neue Möglichkeiten - und häufig höhere Renditen. Destabilisierung der Union: Die Institutionen der EU wurden für eine Gemeinschaft von sechs Staaten geschaffen. Ohne grundlegende Reformen droht bei 20 bis 30 Ländern eine Lähmung.
Fazit: Deutschland profitiert enorm. Risiken lassen sich managen.


Euro: Warum die Osteuropäer ihn stärken könnten
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