Mittwoch, 22. Mai 2019

Berater Zahl, schau, wem

Ranking: Die besten Berater 2012
manager magazin

2. Teil: Die Projekte werden größer

Neue Konkurrenten drängen in das Highend-Business. Wie der ehemalige Eon-Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat (64), der mit anderen Ex-CEOs eine Mentoring-Firma betreibt, die Topmanager in allen Lebenslagen berät. Viele Consultants tun sich in diesen Gefilden schwer: Es fehlen ihnen die charismatischen Persönlichkeiten, die Henzlers, die Bergers, um Konzernchefs auf Augenhöhe zu betreuen.

Am ehesten kommen noch die Markttitanen McKinsey und Boston Consulting zurecht, die - auch mithilfe ihrer Alumni-Netze - gute Beziehungen zu Vorständen pflegen. "Die Anforderungen des Marktes für Topmanagementberater steigen", sagt BCG-Mann Veith, "und wir profitieren davon."

Experte Fink hat herausgefunden: Die Projekte werden größer, ihre Zahl sinkt allerdings.

Schlecker und Praktiker: Umkämpfte Restrukturierung

Die Restrukturierungsmandate sind besonders umkämpft. Zum Beispiel im Einzelhandel. Beim Pleitefall Schlecker stach McKinsey Berger aus - um sich anschließend mit Fehleinschätzungen zu blamieren. Die Baumarktkette Praktiker Börsen-Chart zeigen sollte erst McKinsey sanieren, dann BCG, jetzt sind die Berger-Leute dran.

Viele Sparten, etwa das Managen der im hiesigen Exportwunderland ultralangen Lieferkette (neudeutsch: Supply Chain), haben einen Reifegrad erreicht, der kaum noch genießbares Wachstum zulässt. Alles in allem rechnet die Zunft auf mittlere Sicht nur noch mit einstelligen Zuwachsraten.

Die Power-Point-Prominenz muss sich wappnen für härtere Zeiten. Mit forschen Ideen und frischem Personal, idealerweise mit beidem.

Womit wir uns wieder dem Innenleben der Boston Consulting Group in Deutschland zuwenden.

© manager magazin 12/2012
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