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Maschmeyers Reich: Bestens vernetzt und milliardenschwer

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Carsten Maschmeyer Goldfinger - ein Mann will ganz nach oben

Reich ist der AWD-Gründer längst, beste Kontakte hat er auch. Nun bastelt der einstige Starverkäufer der Finanzbranche an seiner zweiten Karriere - als Geschäftsmann und Investor.
Von Ulric Papendick

Hamburg - Von außen betrachtet, ist das Bankhaus Berenberg an der Hamburger Binnenalster ein Musterbeispiel hanseatischer Zurückhaltung. In der spärlich möblierten Kassenhalle weisen Porträts einstiger Gesellschafter dezent auf die 421 Jahre währende Geschichte der ältesten deutschen Privatbank hin. Auch das Büro des heutigen Chefs Hans-Walter Peters (56) ist eher gediegen als prunkvoll ausgestattet.

Rund 150 Kilometer südlich, am Rande des Hannoveraner Stadtwalds, wird derlei Bescheidenheit weniger zelebriert. Ein endloser Zaun mit goldenen Spitzen und meterhohe Buchsbaumhecken verdecken die Sicht auf die 2000-Quadratmeter-Villa des früheren AWD-Chefs Carsten Maschmeyer (52).

Ein Anwesen, das mit seinem opulent ausgestatteten Weinkeller, seiner Privatdisco mit Glasboden und Nebelwerfern und dem in monatelanger Kleinarbeit von japanischen Baumeistern errichteten Teehaus in der weitläufigen Gartenanlage selbst Dax-Chefs beeindruckt ("ein Palazzo im Wortsinn").

Deutlicher könnte der Unterschied zwischen altem und neuem Reichtum kaum sein. Und doch sind die Verbindungen zwischen den vornehmen Hanseaten-Bankern und dem Hannoveraner Aufsteiger enger als bisher bekannt. Es ist Geld, was die beiden Welten zusammenhält.

Auf der Suche nach potenten Finanziers

Als sich Bankier Peters und seinem Kollegen Hendrik Riehmer (43) Anfang vergangenen Jahres die Chance auftat, den 25-prozentigen Anteil der NordLB an ihrem feinen Geldhaus zu übernehmen, brauchten die Berenberg-Chefs dringend potente Finanziers. Zwar hätten sich Peters und Riehmer die nötige Summe - mehr als 50 Millionen Euro - auch bei anderen Finanzinstituten leihen können. Das aber hätte womöglich die Aufsichtsbehörde BaFin auf den Plan gerufen, die beim Erwerb von Bankbeteiligungen besonderen Wert darauf legt, dass die Käufer finanziell solide sind.

Deshalb verfielen Peters und Riehmer auf Maschmeyer, mit dem die Berenberg-Chefs schon bei diversen Geschäften zusammengearbeitet hatten. Maschmeyer zögerte nicht lange. Mitglieder seiner Familie zeichneten gemeinsam mit weiteren Geldgebern die von den Bankiers begebenen Inhaberschuldverschreibungen - und stellten so die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung.

Für Maschmeyer und seine Familie hat der Deal jede Menge Vorteile. Er wird gut verzinst und bietet zugleich hervorragende Sicherheiten. Außerdem kann Maschmeyer darauf bauen, dass sich Peters und Riehmer nach Kräften abstrampeln werden, um ihre Schulden wie vereinbart nach wenigen Jahren zu tilgen.

Vor allem aber, und das dürfte für den früheren Verkäufer von Versicherungen und Bausparverträgen ungleich wichtiger sein, verschafft ihm die Nähe zur alteingesessenen Hamburger Privatbank genau das, was er sucht: gesellschaftliches Renommee und Akzeptanz im Unternehmerlager. Carsten Maschmeyer, Milliardär, Duzfreund von Bundespräsident Christian Wulff (52) und Ex-Kanzler Gerhard Schröder (67), will anerkannt werden als einer von denen, die es geschafft haben. Das hat er in der Tat. Der Junge aus einfachsten Verhältnissen ist ganz oben angekommen in der Welt der Unternehmer und Investoren.

"Neunstellig investieren - und die erste Zahl ist keine Eins"

Der Erfolg lohnt sich nicht nur finanziell. Maschmeyer umgibt sich mit prominenten Freunden aus Politik und Wirtschaft. Und wenn er sich mit seiner Partnerin, der Schauspielerin Veronica Ferres (46), zeigt, ist ihm die Aufmerksamkeit des Boulevards sicher.

Die Zeiten, als er noch mit seinen Vertriebstruppen unterwegs war und den Kunden auch mal Verträge aufschwatzte, die vor allem die Vermittler reich machten, sind längst abgehakt. Den AWD  hat Maschmeyer verkauft, stattdessen bastelt er nun an seiner zweiten Karriere. Nicht nur als diskreter Geldgeber im Hintergrund. Über seine neue Beteiligungsfirma Alternative Strategic Investment will sich Maschmeyer künftig ganz offiziell bei Erfolg versprechenden Unternehmen einkaufen - und jeder, der das nötige Kleingeld hat, darf mitmachen.

Mit fünf Millionen Euro liegt die Schwelle für potenzielle Co-Investoren recht hoch. Aber schließlich will Maschmeyer auch in seinem neuen Leben nicht kleckern: "Neunstellig" werde er investieren, verrät er, "und die erste Zahl ist keine Eins".

Wer verstehen will, warum es bei Carsten Maschmeyer gern größer und spektakulärer zugeht als im normalen Geschäftsleben, der muss zurückgehen zu seinen Wurzeln. Zur wilden Welt der Finanzvertriebe, wo Firmenjubiläen nicht in der Kantine, sondern in einem Luxusresort in der Karibik gefeiert werden.

Legendäres Timing in Finanzdingen

In diesem Paralleluniversum hatte sich Maschmeyer vom kleinen Verkäufer zum Chef eines der größten Finanzvertriebe der Welt hochgearbeitet. Dieses System am Laufen zu halten, verstand Maschmeyer wie kein Zweiter. Er holte Fernsehgrößen wie Thomas Gottschalk, Günther Jauch und Hape Kerkeling auf AWD-Veranstaltungen, engagierte Bill Clinton als Gastredner, ließ Showstars wie Pink oder Nelly Furtado einfliegen. Je spektakulärer, desto besser - vom eigenen Erfolg berauscht, verkauften die AWD-Truppen anschließend umso mehr Policen.

Dass dabei auch Finanzvehikel verhökert wurden, die sich im Nachhinein als Wertvernichter entpuppten, verfolgt Maschmeyer bis heute. In zahllosen Gerichtsverfahren klagen wütende AWD-Opfer gegen die Firma. Gefallen wird das Carsten Maschmeyer nicht. So richtig berühren allerdings auch nicht - denn er spielt inzwischen in einer anderen Liga.

Sein Vermögen von fast 1,1 Milliarden Euro verdankt er vor allem seinem geradezu legendären Timing in Finanzdingen. Das fing beim Börsengang des AWD an, den der damalige Firmenchef bereits im Oktober 2000 und damit gerade noch rechtzeitig vor dem Absturz der Aktienmärkte durchzog - und nicht erst 2001, wie es ihm seine Berater von der Deutschen Bank  und Morgan Stanley nahegelegt hatten.

Und setzte sich fort mit dem Verkauf seiner Firmenanteile, die Maschmeyer zu den (aus seiner Sicht) denkbar günstigsten Zeitpunkten weiterreichte.

Das erste Paket verkaufte Maschmeyer Anfang 2005, als das Steuerprivileg der deutschen Lebensversicherungen gerade weggefallen war - und den Finanzvertrieblern eine ungeheure Sonderkonjunktur verschafft hatte. Damals setzte er rund 20 Prozent der Firmenaktien ab - mithilfe von Berenberg.

Investor und Stratege

Anfang 2008 trennte er sich dann vom Rest. Gerade noch rechtzeitig, bevor die diversen Altlasten der AWD-Anfangsjahre hochpoppten und deutlich machten, dass sich die abschlussgetriebenen Strukturvertriebe in Zeiten schärferer Beraterhaftung und besseren Verbraucherschutzes künftig schwertun würden.

Insgesamt rund 600 Millionen Euro brachte Maschmeyer die Veräußerung seiner Firmenanteile ein. Das Geld hat er so clever angelegt, wie es wohl kaum ein AWD-Berater hätte empfehlen können.

2005 agierte er noch betont konservativ und steckte das Gros seines Verkaufserlöses in Schatzbriefe, Immobilien und Gold. Bereits dies erwies sich als äußerst lukrativ - der Preis des Edelmetalls hat sich seitdem vervierfacht.

Doch erst 2008 zeigte Maschmeyer, welches Talent als Investor und Stratege wirklich in ihm steckt. Kurz nachdem er die noch in seinem Besitz verbliebenen 30 Prozent der AWD-Anteile an die Züricher Lebensversicherung Swiss Life verkauft hatte, überraschte er die Schweizer mit einer Idee, die ihn schon lange umtrieb: die Übernahme des AWD-Konkurrenten MLP.

Schon seit Jahren hatte Maschmeyer den Heidelberger Edelvertrieb umworben. Dessen Gründer Manfred Lautenschläger (72) hatte er einen Diamanten geschickt ("weil Sie genauso strahlend und hart sind wie ein Edelstein"). Mit Firmenchef Uwe Schröder-Wildberg (46) hatte er auf einer eigens gecharterten Jacht vor der Küste Siziliens Fusionsverhandlungen geführt. Alles vergeblich - die MLP-Oberen wollten sich auf keinen Zusammenschluss einlassen.

Einstieg bei Swiss Life - Aufstieg zum größten Einzelaktionär

Doch der frühere Langstreckenläufer Maschmeyer gab so schnell nicht auf. Klammheimlich sammelte er knapp 27 Prozent der MLP-Aktien ein - auch dies mit tatkräftiger Unterstützung der Hamburger Berenberg Bank. Das Paket diente der geschickte Verkäufer den Schweizer Versicherungsmanagern an - mit der Aufforderung, sich nach dem AWD auch gleich noch MLP einzuverleiben. Der Deal misslang, teils weil die Swiss-Life-Spitze zögerte, teils weil sich MLP-Gründer Lautenschläger und sein Topmanager Schröder-Wildberg heftig gegen den Vorstoß wehrten.

Als Maschmeyer merkte, dass der Angriff den neuen AWD-Eigner Swiss Life in arge Bedrängnis brachte, reagierte er prompt - und vollzog eine 180-Grad-Wende. Statt weiter MLP zu umgarnen, kaufte er sich nun billig beim neuen AWD-Eigentümer Swiss Life ein. Denn der Aktienkurs der Schweizer war infolge des missglückten MLP-Manövers regelrecht zusammengebrochen, lokale Konkurrenten wie die Baseler Versicherungsgruppe Bâloise bereiteten bereits Übernahmeangebote vor.

Maschmeyer nutzte die Malaise, um zwischenzeitlich annähernd 10 Prozent der Swiss-Life-Aktien zu erwerben. Schließlich verschaffte ihm die Schwäche der Schweizer nicht nur hervorragende Einstiegskurse - er wurde zugleich größter Einzelaktionär.

Im November 2008 erschien er dann beim Hannoveraner Versicherungsriesen Talanx - und bat um ein Gespräch der Talanx-Spitze mit den Chefs der Swiss Life. Maschmeyers Vorschlag: Der Hannoveraner Konzern, der selbst eine kleine Beteiligung an MLP  hielt, solle den Schweizern helfen, den Finanzvertrieb doch noch zu übernehmen. Notfalls auch gegen den Willen von Lautenschläger und Schröder-Wildberg.

Aus einfachen Verhältnissen ins Big Business

Maschmeyer hatte sogar schon einen Namen für die künftige Firma parat: "Independent Financial Advisors Worldwide" sollte das gemeinsame Unternehmen heißen. Von Maschmeyers eloquent vorgetragener Vision beeindruckt, versuchte Talanx-Aufsichtsratschef Wolf-Dieter Baumgartl (68) daraufhin tatsächlich, MLP-Mann Lautenschläger von der Sinnhaftigkeit eines Zusammengehens zu überzeugen. Doch Lautenschläger lehnte ab.

Gegen den Willen der MLP-Chefs, die sich auf eine Reihe treuer Ankeraktionäre verlassen konnten, wollten die Swiss-Life-Manager am Ende jedoch keine Übernahme wagen. Maschmeyers lang gehegter Traum vom größten Finanzvertrieb der Welt war geplatzt. Doch gleichzeitig, ein schöner Nebeneffekt der Niederlage, war er reicher als je zuvor.

Auch bescherte ihm die Investition zugleich einen Posten im Verwaltungsrat von Swiss Life. Ein Amt, das er bis heute ausfüllt, das ihm aber auch Zeit lässt, sich anderen Dingen zu widmen.

Zeit für öffentliche Auftritte mit seiner neuen Partnerin Veronica Ferres, mal in der Krachledernen auf dem Oktoberfest, mal im Smoking bei den Bayreuther Festspielen. Mit "La Ferres" verbindet Maschmeyer nicht nur der Aufstieg aus einfachen Verhältnissen in die glamouröse Society-Welt. Die Schauspielerin führte ihm auch diverse neue Freunde und Geschäftspartner zu, darunter den Medizinprofessor Florian Holsboer (66), mit dem Maschmeyer prompt eine Biotech-Firma gründete, die Medikamente gegen Depressionen entwickeln soll.

Gesellige Abende mit Wulff, Schröder, Roßmann und Klaus Meine

Genug Zeit bleibt ihm auch für ausgedehnte Partys und gesellige Abende in seiner Hannoveraner Traumvilla. Legendär ist vor allem die alljährliche Feier des Fußballfans Maschmeyer zum Abschluss der Bundesliga-Saison, auf der sich von Bundespräsident Wulff über Tui-Chef Michael Frenzel (64) und Drogeriemilliardär Dirk Roßmann (65) bis hin zu Scorpions-Sänger Klaus Meine (63) diverse Spitzen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft versammeln.

Besonders enge oder wichtige Freunde empfängt Maschmeyer im Weinkeller seines Anwesens. Teile der Agenda 2010 seien hier entstanden, erzählt er gern. Hier hat er schon mit UBS-Chef Oswald Grübel (67) Blutwurst gegessen und mit RWE-Lenker Jürgen Großmann (59) die eine oder andere Flasche gelüftet.

Sein Netzwerk reicht weit ins Big Business hinein. Dazu gehören auch so verschwiegene Milliardäre wie die Quandt-Familie und Bernd Freier (65), der Gründer der Modemarke s.Oliver. Beim Knüpfen der Kontakte hilft auch sein Talent, Menschen zu umgarnen.

Trotz aller selbst auferlegten gesellschaftlichen Pflichten bleibt Maschmeyer Luft, um sich neuen Geschäftsinteressen zu widmen. Mittlerweile dirigiert er wieder rund 50 Mitarbeiter in Hannover, Frankfurt und München.

Vieles dient der Pflege und Mehrung seines stattlichen Vermögens. Teile davon hat er zwar an Familienmitglieder übertragen; in der Regel sorgt er aber durch spezielle juristische Konstruktionen dafür, dass er die Verfügungsgewalt über die Gelder behält - so offenbar auch bei der Berenberg-Finanzierung.

Seine Reichtümer hat Maschmeyer breit gestreut. In Berlin hat er den Erben des Haarpflegekonzerns Wella  eine Reihe von Immobilien in der Friedrichstraße abgekauft. Auf seiner Lieblingsinsel Mallorca, auf der einst auch Bundespräsident Wulff in einer Maschmeyer-Villa urlaubte, übernahm der Neu-Entrepreneur im Auftrag eines Reisekonzerns einige Hotels, die der Touristiker nicht auf die eigenen Bücher nehmen wollte.

Sogar mit der momentanen Börsentristesse macht Maschmeyer glänzende Geschäfte. Schon im April dieses Jahres hatte er mit sogenannten Reverse-Zertifikaten, deren Wert mit fallenden Kursen steigt, auf einen Abschwung des Deutschen Aktienindex gesetzt. Ende Juli spekulierte er dann auf einen Absturz des Schweizer Börsenbarometers SMI . Rund 50 Prozent Rendite haben ihm die Wetten eingebracht - wie viel er absolut daran verdient hat, verrät er nicht.

Maschmeyer hat noch mehr vor

Es dürfte einiges sein - Carsten Maschmeyer spielt gern mit hohem Einsatz. Mittlerweile beschäftigt er sogar eine eigene Daytrading-Einheit, die aus den Kurskapriolen an den weltweiten Kapitalmärkten Profite schlagen soll.

Doch er hat noch mehr vor. So will er jetzt verstärkt ins Geschäft mit den Firmenbeteiligungen einsteigen. Ende Juni hat er in Frankfurt die Firma Alternative Strategic Investment gegründet. Gemeinsam mit dem früheren Blackstone-Manager Jörg Goschin (46) will er sich an Firmen aus zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern wie Medizintechnik oder erneuerbare Energien beteiligen.

Goschin, ein promovierter Wirtschaftsingenieur, den frühere Kollegen als ebenso ehrgeizig wie statusbewusst beschreiben, dürfte ganz nach Maschmeyers Geschmack sein. Anders als die großen angelsächsischen Private-Equity-Häuser wie Blackstone  oder KKR  will das Duo Maschmeyer / Goschin allerdings keine kompletten Firmen übernehmen, sondern sich nur mit einer Minderheit engagieren.

Eine Reihe von Investments haben die beiden Business Angels bereits getätigt: Gemeinsam mit Mediziner Holsboer betreibt Maschmeyer eine Neurochemiefirma; mit einem Unternehmen namens Papagei.tv will er sich in der Online-Bildung engagieren; auch ein Fahrradhersteller gehört zu seinem neuen Portfolio.

Die Zweifel des Professors Rürup

Bei den nächsten Beteiligungen dürfen nach seiner Vorstellung auch weitere Investoren mitmachen - vorausgesetzt, sie sind entsprechend solvent. Und auch nur nach bestimmten Regeln: "Kein Dritter darf mehr einzahlen als die Hälfte dessen, was wir investieren", sagt Maschmeyer. "Wenn die Risiken so verteilt sind, dann sagt das mehr als tausend Worte. Deutlicher kann man seine Überzeugung über die Erfolgschancen eines Investments nicht zum Ausdruck bringen."

Bereits jetzt, munkeln Vertraute, stünden betuchte Investoren Schlange, um von Maschmeyers bemerkenswertem Geschäftssinn zu profitieren. Und ihm selbst sagen Weggefährten nach, dass er eine erstaunliche Überzeugungskraft entwickeln könne, wenn es darum gehe, jemanden als Partner zu gewinnen.

Ein anderer Maschmeyer-Partner dürfte mittlerweile allerdings grübeln, ob es eine gute Idee war, sich mit dem Hannoveraner Aufsteiger einzulassen: Professor Bert Rürup (67), einst Wirtschaftsweiser, dann Regierungsberater, jetzt Co-Chef der Maschmeyer-Rürup AG. Ihn hatte der frühere AWD-Eigner angeheuert, um Regierungen und Konzerne in Sachen Altersvorsorge zu beraten - und um von Rürups damals untadeligem Image zu profitieren.

Passiert ist eher das Gegenteil - spätestens als diverse Medien in diesem Frühjahr die wachsende Kritik an den früheren Verkaufsmethoden des AWD zum Anlass nahmen, Maschmeyer ins Visier zu nehmen, und dabei auch auf Rürup zielten. Seither, berichten Vertraute, fürchte der Ökonom um seinen Ruf.

Gut möglich, dass sich Berenberg-Chef Peters heute mit ähnlichen Gedanken trägt.

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