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Autotest: Bigpoint-Chef Henning fährt den BMW 640i

Foto: Christian O. Bruch

BMW 640i German Open

Das neue BMW 6er-Cabrio ist genau das richtige Testfahrzeug für den Vorstand eines Browserspiel-Marktführers, findet Nils-Holger Henning. Der Bigpoint-Chef hatte bei der Ausfahrt Spaß an den vielen technischen Gimmicks des Wagens. Und schätzte vor allem dessen Flanierqualitäten.

Hamburg - Mit den 6er-Modellen von BMW kennt sich Nils-Holger Henning aus: Als Dienstwagen fährt der Vorstand des deutschen Browserspiel-Marktführers Bigpoint einen X6, das SUV-Coupé der Reihe. Folglich findet er am Testwagen sogar den gut getarnten Hebel zum Öffnen des Kofferraums: Das BMW-Emblem am Heck des Cabriolets lässt sich kippen.

Im Cockpit irritiert Henning weder das berüchtigte iDrive-Element auf der Mittelkonsole, noch verwirren ihn die vielen anderen Knöpfe und Schalter, die über die Lenkradspeichen, die Bedienhebel links und rechts der Lenksäule und übers Armaturenbrett verteilt sind. Den asymmetrisch geformten Schalthebel der Automatik bedient der Computerspielspezialist wie einen Joystick. Ehrensache.

Über die Motorisierung, die Antriebstechnik und andere Auto-Hardware des neuen Gran Turismo macht sich Henning kaum Gedanken. Nach vielen Jahren Erfahrung mit BMW-Modellen weiß der IT-Manager, dass "die Marke ihre Autos grundsätzlich mit genug PS, Drehmoment und was man sonst noch so braucht" ausrüstet. Außerdem mit "einem Höchstmaß an Solidität und Zuverlässigkeit". So prügelt der 33-Jährige das 6er-Cabrio dann auch nicht über die Überholspur der Autobahn oder durch schnelle Slalomkurven auf Landstraßen, sondern nutzt den Gran Turismo, wozu er am besten taugt: zum Flanieren.

Hierfür bietet Hamburg mannigfaltige Kulissen: entlang der Alster und am Jungfernstieg, in den Großen Bleichen und auf der Reeperbahn, an der Großen Elbstraße und schließlich entlang der Elbchaussee bis hinaus nach Blankenese.

Raffiniertes Kamerasystem an allen Fahrzeugseiten

Unterwegs freut sich Henning an den Hightech-Neuerungen des 640ers: Eine Start-Stopp-Automatik und eine Rückgewinnung der Bremsenergie helfen beim Spritsparen. Ein raffiniertes Kamerasystem an allen Fahrzeugseiten warnt vor ungewollten Fahrspurwechseln und projiziert die Tempolimitschilder ins Head-up-Display. Fasziniert fährt Nils-Holger Henning mit den Fingerkuppen über die hochglanzpolierten schwarzen Hölzer im eleganten Innenraum, über die präzisen Nähte des genarbten Leders, über den Breitwandbildschirm des Navigationssystems. "Das Format", schätzt der Tester, "dürfte den aktuellen Größenrekord für Displays aufstellen."

Am Elbstrand in Blankenese erprobt der Computerspielmanager dann, was ihn am meisten interessiert: die digitalen Kommunikations- und Unterhaltungssysteme des neuen 6ers. Die USB-Schnittstelle liegt leicht erreichbar in der Mittelkonsole. Von dort aus lässt sich unter vielem anderen auch Hennings iPhone mühelos mit dem Musikspeicher der Hi-Fi-Anlage synchronisieren.

Noch raffinierter sind die "BMW-Dienste": fest installierte mobile Internetservices, die zum Beispiel nicht nur alle Parkhäuser in der Nähe eines Standorts anzeigen, sondern auch die Zahl der jeweils freien Stellplätze. Oder alle Restaurants, sortiert nach Kategorien von Fast Food bis Gourmet. Ein Nachrichten-Browser bringt Politik, Sport, Börsenkurse und Klatsch sauber gegliedert auf den Bildschirm. Selbst der frei (mit dem iDrive-Knopf) bedienbare Teil des Internetzugangs funktioniert für die kritischen Maßstäbe des Online-Profis "hinreichend schnell und einfach".

Insgesamt gefällt Nils-Holger Henning der neue 640er so gut, dass er sich kaum vom Fahrersitz trennen mag. Er kommt sogar zu spät zu seinem Notartermin, der sich ans Ende der Testfahrt anschließen sollte. "Wenn BMW  nun noch seine Diebstahlschutzsysteme verbessert" - dann könnte er sich "gut vorstellen, demnächst eines dieser neuen Cabrios zu kaufen". Hennings X6 wurde unlängst gestohlen und gelangte nur zufällig zurück zu seinem Besitzer.

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