Spezial E-Business - Ergebnis Schritte zur Besserung

Hunderte Unternehmen wollten wissen: Wie gut sind wir im E-Business? Die Auswertung der mm-Online-Aktion ergab eine gesunde Portion Selbstkritik.

Die Resonanz war überwältigend. 769 Unternehmen aus 18 Branchen haben einen Fragebogen in manager magazin online ausgefüllt, mit dem sie ihren eigenen E-Quotienten feststellen konnten (siehe mm 2/00).

Vom Start-up bis zum Weltkonzern klickten sich Internet-Verantwortliche durch den Test der Unternehmensberatung Bain & Company. Die Probanden gaben Auskunft über die Ausrichtung ihres Geschäfts auf das Web, ihre technische Ausrüstung, über das Budget und die Verantwortlichkeiten.

Ergebnis der anonymen Auswertung: Die deutsche Wirtschaft ist ungenügend für die Erfordernisse der Neuen Wirtschaft gewappnet.

Über die Hälfte (56 Prozent) der Testteilnehmer gesteht, dass sie zu wenig am Thema E-Business arbeitet. Nur 23 Prozent aller Firmen glauben, sie seien gut vorbereitet.

Die Mehrheit der Web-Aspiranten erkennt Schwachstellen bei der Entwicklung eines elektronischen Geschäftsmodells, beim Controlling der E-Aktivitäten und bei der Anpassung von Organisationsstrukturen. Mehr als drei Viertel sehen großen Handlungsbedarf bei ihrem Cyberangebot von Produkten und Diensten und bei der Produktivität im Internet.

Zwischen den Branchen besteht ein starkes Gefälle. Mit einem durchschnittlichen EQ von 143 ist die Medien- und Unterhaltungssparte der Spitzenreiter im Online-Geschäft. Die Anbieter von Finanzdiensten und erstaunlicherweise der "Öffentliche Bereich" bilden mit einem EQ von 103 das Mittelfeld.

Deutlich abgeschlagen sind die Chemie- und die Automobilindustrie. Die ehemaligen Motoren der deutschen Wirtschaft erreichen nur Werte von weniger als 90. Mittelständische Zulieferer drücken den EQ.

Wodurch zeichnen sich die Web-Pioniere aus? Die Topunternehmen der Neuen Welt bauen rechtzeitig ein strategisches Frühwarnsystem auf, das ihnen anzeigt, wenn Newcomer in ihr Geschäft vorstoßen. Sie nutzen das Internet, um ihre Wertschöpfungskette effizienter zu gestalten.

Die Chance, mit Hilfe des Webs die Geschäftsprozesse neu zu gestalten, ergreifen vor allem junge Unternehmen. Die Start-ups bemühen sich, von Anfang an den Erfolg ihrer Online-Aktivitäten systematisch zu erfassen. Sie legen bei der Umsetzung ihrer Strategien ein deutlich höheres Tempo vor als die etablierten Firmen.

Wie Firmen ihre Kundendaten besser nutzen


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