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Steve Jobs: Verführt und verbrannt

Foto: PAUL SAKUMA/ AP

Apple Die Methode Steve Jobs

Gestern noch ein Held, morgen ein Volltrottel: Im Umgang mit Mitarbeitern ist Steve Jobs so wenig zimperlich wie mit Konkurrenten. Die Persönlichkeit des Apple-Gründers verrät viel über die Kultfirma. Ein Überblick über die verrücktesten Episoden - inklusive der Rettung durch Bill Gates und des Streits mit Steve Wozniak um 5000 Dollar.

Hamburg - Sein Erfolg ist phänomenal, doch sein Führungsstil ist umstritten: Steve Jobs hat die IT-Branche gleich mehrfach revolutioniert, doch er gilt auch unter seinen Mitarbeitern (und Geschäftspartnern) als unberechenbarer Manager. So ließ er die Deutsche Telekom, Apples Exklusivpartner bei der Vermarktung des iPhones hierzulande, sogar noch drei Wochen vor der großen iPhone-Launch-Party im Unklaren darüber, ob die Bonner tatsächlich zum Zug kommen würden. (Mehr über das rüde Geschäftsgebaren von Steve Jobs lesen Sie im manager magazin 7/2011).

Jobs Führungsstil wird im Silicon Valley spöttisch die "Helden-Arschloch-Achterbahn" genannt: Wer heute noch ein Held ist, kann morgen schon als "bozo", als Volltrottel, vom Hof gejagt werden.

Jobs kennt keine Kompromisse, seine Karriere ist von harten Auseinandersetzungen geprägt. Den erfahrenen Pepsi-Manager John Sculley lockt Jobs zu der noch jungen Firma Apple  mit der Frage, ob er lieber weiter Zuckerwasser verkaufen oder einen Abdruck im Universum hinterlassen wolle. Wenig später verlässt Jobs selbst die Firma - weil Sculley seine Macht beschnitten hatte. Bei seiner Rückkehr 1997 rettet Jobs Apple vor der Pleite, auch mithilfe einer Finanzspritze von Microsoft-Gründer Bill Gates in Höhe von 150 Millionen Dollar. Dies hinderte Jobs später nicht daran, in Apple-Werbekampagnen kräftig über Windows-PCs herzuziehen.

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Steve Jobs: Verführt und verbrannt

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Bei der Trennung von Apple-Mitgründer Steve Wozniak war es noch um sehr viel weniger Geld gegangen. Wozniak verlässt die Firma, ein Jahr nachdem er erfahren hat, dass Jobs für das erste gemeinsame Projekt der beiden beim Spielehersteller Atari 5000 Dollar erhalten hatte. Jobs hatte ihm von 700 Dollar erzählt.

Auseinandersetzungen mit Sculley, Gates und Wozniak konnten den Siegeszug von Jobs und von Apple nicht stoppen. Mit dem iMac 1999, dem Musik-Player iPod, dem iPhone und zuletzt 2010 mit dem iPad setzt er mehrfach neue Regeln für die Branche. Doch die rüden Methoden des Kultkonzerns verärgern zunehmend seine Geschäftspartner, und Jobs Gegenspieler holen auf. Ein Überblick.

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