Weihnachtsfeier Bis 110 Euro spielt der Fiskus mit

Eine betriebliche Weihnachtsfeier darf pro Teilnehmer maximal 110 Euro kosten. Wird diese Freigrenze überschritten, schlägt der Fiskus zu: Dann muss der Arbeitgeber auf diese Art der "Zuwendung an Arbeitnehmer" noch Lohnsteuer und Sozialversicherung obendrauf zahlen. Wird eine Feier teurer als gedacht, können Beschäftigte dem Chef jedoch helfen.
Weihnachtsmarkt in Mainz: Für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt dürfte das steuerbegünstigte Budget ausreichen - doch bei teuren Veranstaltungen fordert der Fiskus Nachschlag

Weihnachtsmarkt in Mainz: Für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt dürfte das steuerbegünstigte Budget ausreichen - doch bei teuren Veranstaltungen fordert der Fiskus Nachschlag

Foto: dapd

Köln - Weihnachtsfeiern bieten für die Geschäftsführung eine gute Gelegenheit, sich bei der Belegschaft für die geleistete Arbeit zu bedanken und das Betriebsklima zu fördern. Diesen Zielen zeigt sich auch der Staat gegenüber aufgeschlossen und verzichtet unter bestimmten Voraussetzungen auf die Lohnsteuer sowie Sozialversicherungsabgaben, die normalerweise bei Zuwendungen an Arbeitnehmer anfallen, wie der Steuerberaterverband Köln erklärt.

Zu beachten sei, dass maximal zwei Betriebsfeiern pro Jahr vom Fiskus akzeptiert werden und jede Veranstaltung pro Teilnehmer nicht mehr als 110 Euro inklusive Umsatzsteuer kosten darf, betont ein Sprecher des Verbandes. Darin einberechnet werden u.a. Speisen, Getränke, die An- und Abreise, aber auch die Raummiete sowie die Kosten des äußeren Rahmens der Veranstaltung.

Der Betrag ist eine sog. Freigrenze; wird sie überschritten, entfällt die Begünstigung für den gesamten Betrag. Wenn Angehörige der Mitarbeiter eingeladen sind, werden auf sie entfallende Kosten auf die Mitarbeiter umgerechnet. Dann ist die Freigrenze schnell überschritten.

Sollte der Arbeitgeber feststellen, dass für den gewünschten Rahmen der Betrag von 110 Euro pro Person nicht ausreicht, gibt es einen Ausweg. Beteiligt er die Arbeitnehmer dergestalt, dass diese die Kosten, die über 110 Euro hinausgehen, selber tragen, bleibt die Steuerfreistellung für den Arbeitgeberteil erhalten.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.