Pimco Das Orakel von Newport Beach

Was passiert mit den Staatsanleihen? Was passiert mit der Inflation, der Weltwirtschaft? Droht ein neuer Kollaps, nachdem der jüngste kaum überwunden ist? Ein Besuch bei Pimco-Gründer Bill Gross, dem einflussreichsten Vermögensverwalter der Welt, gewährt Einblicke in seine Strategie für die Märkte von morgen.
Von Patricia Döhle

Auf den ersten Blick bietet Newport Beach wenig Glamour. Sechsspurig führt der Abzweig vom Interstate-Highway, der Los Angeles mit San Diego verbindet, in das kalifornische Küstenstädtchen. Besucher werden begrüßt von verspiegelten Büroklötzen, umrandet von Rasenflächen und Palmen, die allesamt so knallgrün leuchten, als seien sie aus Plastik. Dahinter taucht eine der wenigen Attraktionen des Ortes auf, "Fashion Island", eine im mediterranen Stil gehaltene Luxus-Shopping-Mall für die vielen Reichen, die hier wohnen, sich allerdings selten blicken lassen. Es ist wenig los in den teuren Boutiquen und Restaurants, gepflegte Ödnis allerorten.

Allenfalls frühmorgens, wenn im Winter zwischen den Palmen langsam der Nebel vom Pazifik heraufkriecht, wirkt der Ort ein wenig geheimnisvoll-verwunschen. Und genau dann passiert manchmal etwas Magisches, das das sonst so unspektakuläre 86.000-Seelen-Städtchen für einen Moment zum Mittelpunkt des Interesses von Millionen Amerikanern und nicht wenigen Europäern werden lässt: The beach speaks.

"The beach" - das ist nicht der lange Sandstreifen vor Newport Beach, sondern ein Synonym für eines der einfluss- und erfolgreichsten privaten Finanzunternehmen der Welt: die Pacific Investment Management Company, kurz "Pimco", 1971 gegründet, seit dem Jahr 2000 Tochter der zum Münchener Allianz-Konzern gehörenden Fondsgesellschaft Allianz Global Investors.

Mit mehr als einer Billion US-Dollar an verwaltetem Kundenvermögen, das vorwiegend in Anleihen investiert ist, zählt Pimco zu den zehn größten Vermögensverwaltern der Welt. Der Flaggschifffonds Pimco Total Return übersprang Ende Dezember dank massiver Mittelzuflüsse die 200-Milliarden-US-Dollar-Marke und wurde Anfang Januar schließlich zum weltweit größten Investmentfonds aller Zeiten. Fondsmanager und Pimco-Gründer Bill Gross (65) empfing nahezu zeitgleich von der renommierten Ratingagentur Morningstar für die seit zehn Jahren ungebrochen herausragende Performance seiner Fonds den begehrten Titel "Fixed-Income-Fund Manager of the decade".

Gross war es, der die Pimco-Magie schuf. "The beach speaks", das bedeutete lange: Gross spricht. Meist im Fernsehen auf seinem Lieblingssender CNBC, der in der Pimco-Zentrale in Newport Beach auf großen Bildschirmen rund um die Uhr tonlos flimmert, um sofort laut gestellt werden zu können, wenn der Meister auftritt. Die Äußerungen des "Bond King", wie das amerikanische Magazin "Fortune" den Finanzmanager einst betitelte, werden rund um die Welt aufgenommen wie die Worte eines Messias. Sie mögen nicht die Herzen der Zuschauer bewegen, wohl aber ihre Depots - und damit oft die internationalen Finanzmärkte.

Das billionenschwere Monster

Mittlerweile ist der Messias allerdings nicht mehr allein. Ein ehemaliger Jünger hat ähnlichen Status und Einfluss erreicht: Mohamed El-Erian (51), einst hochgelobter Ziehsohn von Gross, heute bei allen Investmententscheidungen sein gleichwertiger Partner und zusätzlich Vorstandschef von Pimco.

Der Sohn eines ägyptischen Diplomaten und Oxford-Absolvent verließ die Firma vor einigen Jahren, um das milliardenschwere Stiftungsvermögen der US-Eliteuniversität Harvard zu managen, einer der prestigeträchtigsten Jobs in der amerikanischen Finanzindustrie. Doch El-Erian kehrte nach nur knapp zwei Jahren zurück. Es mangelte ihm in Harvard, berichtete er Vertrauten, an "intellektueller Herausforderung".

Bei Pimco ist er an der richtigen Adresse. Wenn der legendäre US-Investor Warren Buffett, mit dem Gross und El-Erian eng befreundet sind, das Orakel von Omaha ist, dann ist Pimco das Orakel von Newport Beach - nur mittlerweile einflussreicher als Buffett. Denn "the beach" ist die Autorität für jenen Bereich der internationalen Finanzmärkte, auf dem derzeit mehr als auf allen anderen Segmenten die Blicke der Weltöffentlichkeit ruhen: den Markt für Staatsanleihen.

Das billionenschwere Monster, gefüttert von verzweifelten Regierungen rund um den Globus, gefürchtet von Groß- und Kleinanlegern gleichermaßen, droht außer Kontrolle zu geraten. Allein die USA müssen in diesem Jahr die unvorstellbare Summe von schätzungsweise 2,6 Billionen US-Dollar neu aufnehmen. Kann das gut gehen? Was passiert mit der Inflation, der Weltwirtschaft? Droht ein neuer Kollaps, nachdem der jüngste kaum überwunden ist? Und vor allem: Was bedeutet das alles für Anleger, die ihr Vermögen schützen wollen?

Wer das Orakel von Newport Beach befragen will, muss früh aufstehen. Der kalifornische Himmel ist noch dunkel, wenn bei Pimco um drei Uhr morgens die Lichter angehen. Mohamed El-Erian kommt um vier Uhr, Bill Gross gegen fünf. Der frühe Start muss sein, denn die Wall Street ist drei Stunden weiter, die europäischen Märkte sogar neun. Bei Pimco, wo eine ganze Wand, die sogenannte Wall of Fame, nur für Auszeichnungen reserviert ist, mag man es nicht, wenn irgendjemand voraus ist.

Es ist ruhig in dem großen Handelsraum, in dem an langen Reihen von Schreibtischen rund 150 Mitarbeiter vor ihren Bildschirmen sitzen. Man hört die Klimaanlage surren. Keine Spur von der hektischen Betriebsamkeit der Wall Street, dem eitlen Gestikulieren und lauten Kommentieren, mit dem New Yorker Händler gern ihre Deals unterstreichen.

Vielleicht liegt es an der stillen Präsenz von Gross und El-Erian, die kaum jemals ihre Einzelbüros benutzen. Sie sitzen im Handelsraum, die Schreibtische nebeneinander, vertieft in die Zahlenkolonnen vor ihnen auf den Screens wie alle anderen auch. Player-Coach-System nennt El-Erian die Tatsache, dass nahezu jeder mal Trainer und mal Teammitglied sei. Strenge Hierarchien fehlen. "Hier sind alle auf dem gleichen Spielfeld."

"Analysieren, analysieren, analysieren"

Nur einmal am Tag wird ein Unterschied gemacht: Um zwölf Uhr zieht sich das elfköpfige Investmentkomitee in einen Konferenzraum am Ende des Handelssaals zurück. Die sieben internationalen Büros und die New Yorker Kollegen werden zugeschaltet, und dann geht es in eine intensive Diskussion des aktuellen Marktumfeldes und der Pimco-Positionen. El-Erian: "Wir analysieren und analysieren und analysieren."

Diese tägliche Routine ist ein ungewöhnlicher Vorgang in der Branche. Bei den meisten Investmentgesellschaften tagt das Topgremium wöchentlich oder sogar nur monatlich. Zu wenig für den Pimco-Anspruch, die Nummer eins zu sein. "Munich, you can go home now", verabschiedet El-Erian an diesem Donnerstag im Januar die deutschen Kollegen. Es ist fast Mitternacht in Bayern.

Auch El-Erian hat schon knapp zwölf Stunden im Büro hinter sich, müde indes wirkt er nicht, eher animiert. Die lange Sitzung hat sich gelohnt, seine Analyse der Märkte ist glasklar. Als ließe er langsam Gebetsperlen durch die Finger gleiten, listet er auf: Die Märkte glaubten daran, dass der Übergang von einem durch den Staat initiierten Aufschwung zu einem von der privaten Wirtschaft getriebenen Wachstum klappen werde; sie glaubten daran, dass die Emerging Markets mit ihrer Wachstumsdynamik den Rest der Welt antreiben würden; sie glaubten daran, dass die Banken wieder anfingen, Kredite zu vergeben.

Er beugt sich vor, macht eine kleine Pause. Man ahnt: Pimco glaubt das alles nicht. Und richtig: "Im Gegensatz zum allgemeinen Konsens denken wir, dass 2010 ein sehr holpriges, volatiles Jahr wird, dass wir weltweit schwaches Wachstum und schwache Börsen sehen werden." Partner Gross wird noch konkreter: Das aktuell hohe Wachstum von rund 5 Prozent in den USA sei nur darauf zurückzuführen, dass Unternehmen ihre leeren Lager auffüllen müssten und der Staat immer noch massiv Unterstützung gewähre. "Langfristig werden wir allenfalls mit 2 Prozent wachsen." Derart skeptisch ist seine Prognose, dass er die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) davor warnt, mit ihrer Exit-Strategie zu beginnen, obwohl führende Ökonomen in aller Welt eben dies von ihr fordern.

Man möchte der Pimco-Analyse nicht folgen. Lieber an das glauben, was so viele andere Experten und die Börsen derzeit suggerieren: Das Wachstum zieht an, die Krise ist überstanden. Doch wenn Pimco sich in der Vergangenheit gegen den Rest der Welt positionierte, behielten die Strategen aus Newport Beach immer recht - und verdienten sehr viel Geld damit.

Es war im Frühjahr 2007, als US-Gazetten mutmaßten: "Pimco has lost its magic" - Pimco hat seinen Zauber verloren. Warum? Bill Gross und sein Team - El-Erian war damals in Harvard - hatten entschieden, aus US-Hypotheken auszusteigen, weil sie den Zusammenbruch des Marktes vorhersahen.

"Ich hatte kein gutes Gefühl dabei"

Zunächst war es bei Gross nur ein ungutes Gefühl gewesen, das ihn nach eigenem Bekunden 2005 während einer seiner regelmäßigen Yoga-Sessions befiel. Im Kopfstand habe er sich über den Anstieg der bundesweiten Immobilienpreise auf das Niveau traditionell herausragender Wohngegenden wie Südkalifornien gewundert.

Gross hatte dann, Faktenfetischist, der er ist, elf Pimco-Kollegen inkognito zu Immobilienmaklern in 20 Städten quer durch die USA geschickt, um vor Ort zu erfahren, wie es um den Markt bestellt war. "Ich hatte kein gutes Gefühl dabei, aber ich wusste nicht, wie ich sonst an die wahren Fakten herankommen sollte", erinnert er sich an die unkonventionelle Recherchemethode.

Die Ergebnisse waren erschütternd - und eindeutig: Es waren minderwertige Hypotheken, die den Boom trieben, und Pimco stieg aus dem Markt komplett aus. Bis Mitte 2007 war dadurch die Performance vieler Pimco-Fonds unterdurchschnittlich - doch dann begann der Zusammenbruch. Gross & Co. waren die großen Sieger.

Nur zwei Jahre später bewies die Pimco-Truppe wieder ihr außergewöhnliches Gespür, und wieder ging es um den US-Hypothekenmarkt. Vater der Idee war diesmal El-Erian, und auch ihm kam der Geistesblitz unter ungewöhnlichen Umständen: beim Spielen mit Tochter und Schwiegermutter.

Die alte Lady hat einen besonderen Ehrgeiz: Sie will nicht gewinnen, sondern in erster Linie ihren Schwiegersohn rausschmeißen. "Wenn man mit ihr spielt, wird einem klar, wie unterschiedlich die Ziele von Menschen sind und ihre Wege, um diese Ziele zu erreichen", schmunzelt El-Erian. "Auch als Finanzmarktteilnehmer darf man das Verhalten anderer nicht ignorieren."

Die häusliche Spielstunde brachte ihn dazu, darüber nachzudenken, was passieren würde, wenn in den US-Hypothekenmarkt ein Spieler einträte, der - anders als die regulären Marktteilnehmer - nicht das Ziel habe zu gewinnen: Die Fed nämlich, die just begann, die angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddy Mac zu stützen.

El-Erians Schlussfolgerung war klar: Die Fed würde sich anders verhalten als gewinnorientierte Spieler, zur Not auch überhöhte Preise zahlen, um Fannie und Freddy vor dem Kollaps zu bewahren. Nach intensiven Analysen im Investmentkomitee setzte Pimco voll auf dieses Szenario, während viele andere Investoren ausstiegen. Als der damalige Finanzminister Henry Paulson die Quasi-Verstaatlichung der beiden Hypothekenfirmen bekannt gab, war Zahltag für Pimco. Ein Plus von 1,7 Milliarden US-Dollar an jenem Tag verzeichnete allein das Flaggschiff Total Return.

Eindeutigkeit ist oberstes Gebot

Natürlich, auch Pimco macht Fehler - allerdings anderer Natur als die meisten Konkurrenten. "Wenn wir einen Fehler machen - und wir tun alles, um das zu vermeiden -, dann besteht er darin, dass wir zu früh sind bei unseren Investmententscheidungen. Zu früh bedeutet: Man verdient weniger, als man hätte verdienen können", analysiert Stratege El-Erian. Dennoch kann er damit leben. "Ist man zu früh dran, minimiert man das Verlustrisiko. Ist man zu spät, läuft man Gefahr, Kapital zu vernichten."

Die Trends, auf die Pimco aktuell setzt, speisen sich aus einem aufwendigen Prozess: Einmal jährlich entwerfen die Kalifornier auf einer mehrtägigen Konferenz mit Gastrednern wie Alan Greenspan oder Ben Bernanke ihre große makroökonomische Vision. Sie wird bei Treffen in kleinerem Rahmen quartalsweise aktualisiert und in den Sitzungen des Investmentkomitees täglich überprüft.

Eindeutigkeit ist oberstes Gebot in Newport Beach. Insofern braucht es nicht viele Striche, das derzeitige Pimco-Weltbild zu zeichnen: Die Gewichte in der Welt verschieben sich von West nach Ost, in Richtung der Schwellenländer. Dort (China, Indien, Brasilien) findet das Wachstum statt. Im Westen taugen ausgewählte Nationen als sicherer Hort (Deutschland, Kanada, Norwegen). Der Rest (südliche EU-Länder, Großbritannien, Japan, USA) steigt ab. Anleihen sind Aktien vorzuziehen, weil die Entschuldung weiter voranschreitet und das Wachstum gering ist. Beides schadet Aktionären, nützt Inhabern von Bonds. Inflation spielt 2010 keine Rolle, steigt deutlich ab 2011. Noch Fragen?

Ja. Wie genau macht man diese Informationen zu Geld? Diese Frage ist ursächlich für den enormen Erfolg von Pimco - und der Grund für die große Offenheit der Kalifornier. Sie geben die Ergebnisse ihrer Analysen freimütig preis, weil sie wissen, dass man allein damit schwerlich so viel Geld verdienen kann wie sie selbst. 13,8 Prozent fuhr der Total-Return-Fonds unter der Regie von Bill Gross im vergangenen Jahr ein. Das schafften zwar auch andere Rentenfonds, wenn auch wenige. Doch über drei Jahre - ein Zeitraum, der für an Stabilität interessierte Anleger mehr zählt - ist der Total Return mit 9,2 Prozent durchschnittlich nahezu ungeschlagen.

Von Pimco braucht man entweder die Fonds - oder zumindest den Rat. Selbst Barack Obama kann darauf nicht verzichten. Für die US-Regierung managen die Kalifornier, die seit Kurzem mit dem unbescheidenen Claim "Your Global Investment Authority" werben, die sogenannte Commercial Paper Funding Facility. Auch bei anderen Stützungsmaßnahmen der US-Regierung wurde Pimco beratend tätig. Sabrina Callin (41), die das mittlerweile 40 Köpfe starke Beratungsgeschäft leitet, betreut aber auch viele private Großanleger, die ihre Depots in der Krise schlicht nicht mehr verstanden. "Wir liefern Expertise und Rat für Kunden, die sehr komplexe Risiken in ihren Depots haben", sagt die Stanford-Absolventin und zweifache Mutter mit strahlendem Lächeln. Auch die Analyse komplexer Finanzprodukte kann offenbar eine Leidenschaft sein.

Klug, aber auch exzellent vernetzt

Die Nähe zur Fed und zur US-Regierung ist Pimco in den vergangenen Monaten oft vorgeworfen worden. Die Firma verschaffe sich damit unzulässigerweise Insiderinformationen. Ganz von der Hand zu weisen ist der Vorwurf nicht - allein: Sollte man sich als Inhaber von Pimco-Fonds darüber beschweren?

Mark Kiesel (40) leitet eine Gruppe von weltweit 56 Spezialisten, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als Unternehmensanleihen zu analysieren. Lange bevor die US-Regierung die Banken Stresstests unterzog, hatte Kiesels Team es bereits getan.

"Es waren einige Banken darunter, die auch ohne Staatshilfe überlebt hätten. Und deren Anleihen waren deutlich unterbewertet", so Kiesel. Doch es blieb ein politisches Risiko: die damals drohende Verstaatlichung der Banken, die für Anleiheeigner massive Wertverluste bedeutet hätte. Den Ausschlag, dennoch massiv in Bonds aus dem Finanzsektor zu investieren, gab schließlich das Investmentkomitee. Kiesel: "Sie gewährten uns wertvolle Einblicke in die Politik."

Zufall oder nicht - die Sache ging gut. Es gab keine Verstaatlichungen. Auch heute noch seien Bankanleihen ein gutes Investment, sagt Kiesel. "Man wird die Banken auffordern, ihre Risiken weiter zu reduzieren und ihr Eigenkapital zu stärken."

Auch Mohamed El-Erian hat einen Anlagetipp: Investments in die chinesische Währung Yuan, sei es in Form chinesischer Staatspapiere oder Bonds von Emittenten anderer Regionen, die von einer Aufwertung profitieren würden. Denn die, davon ist er überzeugt, wird kommen. "Innerhalb der nächsten drei Jahre, um mindestens 10 bis 20 Prozent".

Woher nehmen die Pimco-Leute ihre Sicherheit? Natürlich, sie sind klug, hervorragend ausgebildet, erfahren. Aber auch exzellent vernetzt. Der frisch gekürte oberste Verwalter der chinesischen Devisenreserven etwa, Changhong Zhu (40), war zuvor elf Jahre lang bei den Kaliforniern. Er dürfte für Pimco künftig ein wertvoller Verbindungsmann zu den obersten Entscheidungsträgern im Reich der Mitte sein.

Auch Neel Kashkari (36) verfügt über gute Drähte in Regierungskreise, amerikanische allerdings. Er steht seit Dezember vergangenen Jahres in Diensten von Pimco. Bis dahin war er US-Finanzstaatssekretär und verantwortlich für den 700-Milliarden-Dollar schweren Banken-Rettungsfonds. Kaum war der Wechsel des Jungstars nach Newport Beach bekannt geworden, kursierte in der Finanzgemeinde folgender Witz: Frage: "Warum hat Pimco Neel Kashkari eingestellt?" Antwort: "Er hat seine zweijährige Probezeit erfolgreich beendet."

Profit mit Pimco: Fonds für deutsche Anleger

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