Sonntag, 31. Mai 2020

Hintergrund Elite der Forscher

Ein neues Format, die "Hall of Fame der deutschen Forschung", soll die Innovationskraft der Wirtschaft stärken.

Die ultraleichten Karbonfasern, aus denen der Airbus A380 zu einem großen Teil gebaut wird - weitgehend von deutschen Materialforschern entwickelt.

Hall of Fame für Forscher: In die Ruhmeshalle werden künftig Wissenschaftler aufgenommen, deren Arbeiten die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft entscheidend gestärkt haben
Die hochpräzise Optik, die Laserschweißroboter in Fabriken rund um den Globus steuert - von Forschern aus Jena erfunden und vom Ditzinger Maschinenbauer Trumpf perfektioniert.

Der Computertomograf, der gezielt einzelne Körperteile mit zwei Röntgenquellen durchleuchtet und so gleichzeitig Knochen und Adern abbilden kann - ein Verkaufsschlager der Siemens AG, konstruiert in den konzerneigenen Labors in Erlangen und Forchheim.

Die drei Beispiele illustrieren: Deutschland ist nach wie vor das Land der Tüftler und Erfinder. Wie einst Carl von Linde, Gottlieb Daimler oder Werner von Siemens gelingen deutschen Forschern und Ingenieuren auch heute noch bahnbrechende Neuerungen. Innovationen, die Unternehmen zu Weltmarktführern aufsteigen lassen und Tausende neuer Arbeitsplätze schaffen.

Um die Leistung dieser Wissenschaftler zu würdigen, ruft manager magazin die "Hall of Fame der deutschen Forschung" ins Leben. Genau jetzt, mitten in der tiefsten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit, sollen die Männer und Frauen geehrt werden, die mit ihrer Forschungsarbeit die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft entscheidend gestärkt haben. Die Auszeichnung hat auch Aufforderungscharakter: Die deutschen Unternehmen müssen noch mehr als bisher den Mut aufbringen, Neues zu wagen.

"Innovationen sind das beste Instrument, mit dem die deutsche Wirtschaft ihre Stärken ausspielen und die weltweite Krise überwinden kann", erklärt Jürgen Kluge. Der langjährige Deutschland-Chef der Unternehmensberatung McKinsey und designierte Vorstandschef des Haniel-Konzerns engagiert sich deshalb für die Forscher-Hall of Fame.

In diese Ruhmeshalle werden künftig in jedem Jahr zwei Wissenschaftler aufgenommen, deren Arbeiten einen herausragenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Forschungsstandorts Deutschland geleistet und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts gestärkt haben.

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