Wall Street Das Kartenhaus

US-Bestsellerautor William Cohan, gelernter Journalist und lange Jahre selbst Investmentbanker, hat den Fall Bear Stearns zu einem Finanzkrimi über den Charakter der Wall Street und die Ursachen der Krise verarbeitet. Unterhaltsamer ist ein Bankencrash wohl selten analysiert worden.

Erkenntniswert: Noch Anfang März 2008 schienen die Aussichten der fünftgrößten US-Investmentbank Bear Stearns vergleichsweise stabil. Der Konzern hatte Cash-Reserven von 17,3 Milliarden Dollar und schrieb schwarze Zahlen.

Keine zwei Wochen später waren die Kassen leer, und das Geldhaus wankte so bedenklich, dass es nur durch einen von US-Notenbank und Finanzministerium orchestrierten Notverkauf an J. P. Morgan Chase gerettet werden konnte.

William Cohan, gelernter Journalist und lange Jahre selbst Investmentbanker, hat den Fall Bear Stearns zu einem spannenden Lehrstück über den Charakter der Wall Street und die Ursachen der Krise verarbeitet.

Stil: Der Einstieg, der den Sturm aus Gerüchten und Panik nachzeichnet, der Bear Stearns auslöscht, ist wegen der vielen Details harter Stoff. Es empfiehlt sich daher, auf Seite 150 zu starten, ab der die Vorgeschichte des Knalls erzählt wird, und den Anfang zuletzt zu lesen.

Nutzwert: Detaillierter und unterhaltsamer ist ein Bankencrash wohl selten analysiert worden.

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