Sommermode Dschungeltuch

Raus aus der Krise, rein in den Busch! Die feinen Label sind dem Schick des Regenwaldes und der Savanne erlegen. Ob Armani oder Zegna: Die Sommer-Outfits der Modehäuser kommen in Khaki und Reptil daher - Jahrhundertjubilar Charles Darwin lässt grüßen.
Von Renate Böcker-Lüttke

Kräftige Signale gegen die Tristesse der Krise setzen die Modemacher in diesem Sommer. Während der Zeitgeist in immer dunklere Schattierungen verfällt, stemmen sich die Designer mit Kontrapunkten dagegen: bunt statt grau, auffallen statt verstecken, Offensive statt Defensive.

Der Trend, den manager magazin zur Modesaison des Sommers ausgemacht hat, wirkt, als hätten sich die internationalen Modehäuser abgesprochen - als wollten sie dem großen Charles Darwin im Jubiläumsjahr (200. Geburtstag) folgen; mit der Dreimastbark "Beagle" hatte der Naturforscher auf seinen Expeditionen exotische Dschungel-, Insel- und Savannenwelten angesteuert.

Die Farben der Tropen dominieren, Khaki-Anzüge und Wildkatzenmuster, papageienbunte Röcke und Hosen, letztere für den Mann schon mal nach Askari-Art auf Knielänge. Die Fauna findet sich nicht nur in Leoparden- und Tiger-Prints wieder, auch Schlangenleder und Reptilienhäute (alles Imitate) werden von den Designern für Taschen und sonstige Accessoires gern genommen. Nach der hoffnungsfrohen Devise: Raus aus der Krise, rein in den Busch!

Übrigens: Zur ökonomischen Malaise fallen uns zwei Darwin-Zitate ein. "Ohne Spekulation" gebe es keinen wirklichen Fortschritt. Aber der Evolutionsforscher glaubte auch: "Was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand."

Sommermode 2009: Rein in das Dschungel-Abenteuer

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