Sonntag, 25. August 2019

Exklusive Werke Edition

Erstmals offeriert manager magazin seinen Lesern hochwertige Kunst zu erschwinglichen Preisen. Malerfürst Georg Baselitz schuf eigens einen Holzschnitt. Farbzauberer Horst Gläsker steuerte 49 Unikate bei. Von Joseph Beuys gibt es eine signierte Grafik.

Nein, der Drucker hat keinen Fehler gemacht. Der Holzschnitt von Georg Baselitz steht wirklich nicht auf dem Kopf. Bei dem "Maler im Mantel" (Remix, 2008) weisen die hochhackigen Schuhe tatsächlich zum Boden.

Das Abweichen von seinem Markenzeichen, die Welt um 180 Grad zu drehen, kommentiert der vitale Künstler schlüssig: "Füße sind meine Erdung. Mir ist die Erdung wichtiger als die Sendung."

Mit der Arbeit zum Kunstkompass verweist der Meister der grafischen Techniken auf ein Ölbild mit ähnlicher Thematik aus dem Jahr 1966 - und damit auf die Zeit vor den beliebten Kopfständen, die erst 1969 begann.

Das außergewöhnliche Werk ist Bestandteil der neuen mm-Edition, die Lesern exklusiven Zugriff auf hochwertige Kleinauflagen zu Preisen erheblich unter Marktniveau eröffnet.

Neben der Baselitz-Grafik können die mm-Leser eines der Originale aus dem "Pinseltanz"-Zyklus des Allroundkünstlers Horst Gläsker oder einen von 27 Siebdrucken mit dem Titel "Hirschgalvanismus" von Joseph Beuys erwerben.

 "Maler im Mantel" Jedes der 38 Blätter des aufsehenerregenden Werks - es steht nicht auf dem Kopf - wird von dem original Holzdruck-Stock sorgfältig auf Japanpapier abgezogen. Jedes Stück kostet 4100 Euro inklusive Rahmen (ohne Transport).
Abbildung: Georg Baselitz, Reproduktion: Elke Walford
"Maler im Mantel" Jedes der 38 Blätter des aufsehenerregenden Werks - es steht nicht auf dem Kopf - wird von dem original Holzdruck-Stock sorgfältig auf Japanpapier abgezogen. Jedes Stück kostet 4100 Euro inklusive Rahmen (ohne Transport).
Abgesehen von der Orientierung mag dem Betrachter das 100 x 50 Zentimeter große Motiv von Baselitz bekannt, ja fast vertraut erscheinen. Das Déjà-vu-Gefühl liegt nahe, denn von keinem lebenden Künstler wurden im vergangenen Jahr mehr Werke präsentiert als von dem Neo-Expressionisten. Aus Anlass seines 70. Geburtstags widmetem ihm unter anderen die Royal Academy of Arts in London und das National Museum of Contemporary Art in Seoul große Einzelausstellungen. Durch die vielen Würdigungen sammelte Baselitz die meisten Ruhmespunkte unter allen Zeitgenossen, was ihn auf Platz 4 der Rangliste der größten Künstler der Gegenwart katapultierte. Auch die Preise schnellten in die Höhe, unlängst erzielte sein Holzschnitt "Großer Kopf" von 1966 bei einer Versteigerung 100.000 Euro.

© manager magazin 11/2008
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